Dienstag, 20. September 2016

Jeder ist sein Glückes Schmied...

Marko hatte den großen Wunsch dieses Jahr noch mal ein 12h Rennen mit mir ihm zweier Mixed zu fahren. Ich fand die Idee ganz gut und es dauerte nicht lange da hatte Marko auch schon ein Termin rausgesucht. In Weilheim soll laut Empfehlungen immer ein sehr schönes Rennen sein. Nachdem ich mich zwischendurch mal erkundigt hatte wo Weilheim genau liegt und wie weit entfernt das von uns ist, kam ich ins grübeln. Ich rechnete Marko den ganzen Spaß einmal vor und ließ die Zahlen zwei Wochen im Raum stehen. 


Ich habe von Markos Planungen und Ideen wirklich kein blassen Schimmer gehabt bis er Mittwoch Abend vor mir stand und sagte: "Schatz das Rennen ist für uns wegen angesagten Schlechtwetter abgesagt, aber wir packen jetzt unsere Sachen und werden 4 super Tage miteinander verbringen.


Ich bin ja eigentlich der Kontrollfreak und möchte immer alles wissen, nur diesmal habe ich mich auf das Abenteuer eingelassen und so saßen wir Donnerstag morgen um 5 Uhr im Auto in Richtung: irgendwas was Marko im Navi eingegeben hat. 


Je weiter wir fuhren um so höher wurden die Berge und Marko ließ verlauten das wir noch eine Vignette für Österreich und Schweiz kaufen müssten. Unser erste Etappe des Wochenende war dann der Plansee, Tirol. Dank des Internets und Markos tollen Ideen hatte er uns eine süße kleine Alm als Unterkunft raus gesucht. Zu unserm Glück hatte die Karin von der Musteralpe am Plansee sogar noch Zimmer frei. Alle Zimmer, da wir die einzigen Schlafgäste waren. Außerhalb der Saison macht das Spontansein ziemlich einfach. 


Das Zimmer wurde extra für uns zurecht gemacht und wir konnten in der Zeit einmal um den See mit den MTB's fahren. Der Höhenweg versprach viel Spaß, Spannung und eine Traumhafte Aussicht. 



 
Unser kleiner extra Schlenker war unbeabsichtigt, gewollt und denn dabei konnten wir nicht nur die Schönheit der Tirolererlandschaft genießen, nein sogar ihre tierischen Bewohner. 




Nachdem wir den "richtigen Weg" wieder gefunden hatten konnten wir einen technisch anspruchsvollen Trail von 2 km direkt am Wasser genießen. Unsere Jubelrufe waren glaub ich ziemlich weit zu hören.





Der Trail spuckte uns direkt an unsere Unterkunft wieder aus und der nächste Plan war frischer Kaiserschmarn mit Eiern von Glücklichen Landhühnern und einen Sprung in den See.
Wer hat schon das Glück im September noch in einem See zu springen der Glasklares Wasser hat?



Zufrieden gingen wir in unser kleines super süßes Schlafgemach um Energie für die nächsten Tage zu tanken. 

so lässt es sich wirklich gut schlafen

4:30 Uhr klingelte nicht der Wecker sondern die Glocken der Kühe, der Stall war direkt unter uns. Dies wurde uns aber vorher gesagt und das leckere Frühstück entschädigte für die kurze Schlafunterbrechung.
Als wir unsere Übernachtung zahlen wollten und uns gesagt wurde das Kartenzahlung nicht möglich ist, stand uns die Schamesröte is Gesicht geschrieben. Es fehlten 20 Euro und Marko fragte Karin wo den der nächste Geldautomat wäre. Die Sprache verschlug es uns als sie sagte das passt schon so. SO viel Glück konnten wir doch gar nicht haben oder? Doch es war ihr voller ernst. Mit vielen Danksagungen verabschiedeten wir uns und versprachen ihr das wir wieder kommen werden um auf jedenfall noch mal bei ihr zu Übernachten und unsere Schulden ab zu bezahlen. 


Liebe ist ein Abenteuer

Unsere zweite Etappe verriet mir unsere Vignette ja schon. Die Schweiz, genau gesagt Lugano sollte unser weiteres Ziel sein. 
Auch hier machte uns das Internet wärend der fahrt  viel möglich. Marko buchte von unterwegs aus unsere nächste Unterkunft. Was ein Zufall das sie genau so hieß wie unsere Unterkunft wie in Finale Ligure (Bericht klick hier),  La Selva in Pura IT etwas oberhalb von Lugano, da mussten wir uns ja wohl fühlen.   





Das kleinste übel an der Unterkunft, wie auch in Finale war das man erstmal eine 20% Rampe hoch musste aber dafür war die Aussicht von unserer Terasse wieder jede Anstrengung wert.



Als wir ankamen regnete es aber wir wollten eh erst Lebensmittel einkaufen und in Ruhe ankommen. Um 17 Uhr klarte es auf und wir konnten die tolle ausgeschriebene MTB Route 353 gemütlich abfahren.



Laut Wettervorhersage, die Marko seid Wochen genau studierte und so unser Wochenende geplant hatte, versprach der Samstag ein schöner sonniger Tag zu werden.
Wir machten uns um 7 Uhr mit dem Auto nach Lugano auf um von ganz unten mit dem MTB's zu starten. 1200HM am Stück wollten erklummen werden bis auf 1643 Meter über Null sollte es gehen.




Über Capriasca ging es den Monte Bar hinauf. Von hier aus konnten wir schon eine unbeschreibliche Aussicht genießen.




Je höher wir kamen um so mehr nahm der Wind zu. Da der Weg im Zick Zack hoch ging hatte man immer mal wieder super starken Rückenwind oder extrem fiesen Gegenwind. Marko gab alles um mir Windschatten zu spendieren und so pedalierten wir 2,5h den Berg rauf.


An der ersten Verpflegungsstation war leider nur eine große Baustelle und der Wind pfiff so sehr das wir einfach weiter fuhren.
Entlang des Hanges bogen wir dann endlich in den ersten Trail Richtung Passo San Lucio ein. Leicht nervös so einen schmalen Weg am Hang entlang zu fahren und zu merken das der Anstieg doch ein paar Körner mehr gekostet hatte nahm mir für einen Moment die Freude. Durch ein paar Schiebepassagen und Markos motivierenden Worten bekam ich aber langsam wieder die Sicherheit und konnte sowohl die Fahrt als auch die Aussicht genießen.



Die unendlich gefühlte Weitsicht, die wunderschöne Natur, die einsigartige Stille mit dem Flüstern vom Wind und Vögeln ist ein Erlebnis was ein unheimliches schönes Gefühl in einem erweckt.

ja Marko ist auf diesen Bild noch drauf

Die Sonne schien uns direkt in die Seele und ließ den ganzen Alltags Stress einfach mal vergessen.



Wir mussten vor lauter Seelebaumeln lassen aufpassen den plötzlich standen die hübschen Rinder vor uns und guckten uns mit ihren drolligen Augen und angsteinflösenden Hörnern an.




Sie machten stellenweise keine Anstalten uns auszuweichen, das hieß für uns Slalom fahren und immer schön die Hörner im Auge behalten.



Im Trail kam uns eine Gruppe Mountaibiker hinterher. Sie sagten das gleich eine Alm kommt.
Wir freuten uns auf eine Kaffee und auf eine leckere Brotzeit.





Wir saßen mit der Gruppe zusammen am Tisch und unterhielten uns sehr freundlich. Die Gruppe bezahlte und wünschten uns noch viel Spaß. Marko wollte auch bezahlen aber der Wirt sagte das der Tisch schon komplett bezahlt ist. Das war wirklich nicht unsere Absicht das sie unsere Rechnung übernehmen aber aufgefallen ist es ihnen wohl auch nicht.
Wir hatten noch gehofft sie im Trail wieder zu treffen um unsere Schuld zu bezahlen aber sie waren schon fort.



Von der Alm aus ging es nur noch Berg ab wieder Richtung Lugano. Zwischen Cima de Fujorina und Denti della Vecchia irgendwo im Wald schoss ich etwas zu schnell über eine Kuppe und erkannte zu spät das es ziemlich steil auf weichen Waldboden bergab geht. Das hieß irgendwie am Lenker festhalten und Arsch weit hinter dem Sattel positionieren. Eine Spurrille ließ mich mit dem rechten Bein ungewollt ausklicken, so daß ich einen kurzen Moment auf meinem Hinterrad saß aber irgendwie schaffte ich es auf dem Rad zu bleiben und nicht zu stürzen. Ich musste lauter als Marko über diese Situation lachen und hätte mich sehr gerne von hinten gesehen wie ich da den Berg rutschend, halb auf dem Fahrrad hängend runter manofrierte.
Anmerkung Marko... es war einer der besten Stunts die ich je gesehen habe selber hätte ich es nicht besser machen können...jetzt weiß ich wenigstens wie Stefan sich immer fühlt wenn ich soetwas abziehe.




Ruck zuck waren wir wieder am Auto, mit einem kleinen Hungergefühl überredete ich Marko noch weiter zur Promenade zu fahren um dort vielleicht noch was zu essen. Wer Italienisch lesen kann ist klar im Vorteil und hätte gelesen das Kinderfest ist. Wenn man Stundenlang fast einsam die Ruhe und Weitsicht genießt und plötzlich auf Tausende Menschen auf kleinem Platz trifft und Hunger hat, kann man recht schnell überfordert sein.






Wir fuhren zum Auto und holten uns im nächsten Supermarkt ein Muffin und ein Eis. Wir haben uns einfach auf unsere Trasse gesetzt das Eis, den Muffin, die Aussicht und vor allem die Ruhe und die Zweisamkeit genossen.  Es fing an zu tröpfeln und wir saßen mit einem dicken Dauergrinsen einfach nur da und haben unser Leben genossen. Am Abend fing es noch an zu Gewittern und stark an zu regnen aber dass störte uns keines Wegs.



Der Sonntag kam eigentlich viel zu schnell aber direkt nach Hause fahren kam für uns nicht in frage. Auch hier war uns das Internet wieder eine große Hilfe und es wurde uns über das IBC Forum eine Strecke empfohlen die wir unbedingt noch fahren sollten.

da mussten wir mal etwas Improvisieren


Auch wenn der Boden vom Regen noch ziemlich nass war, machten wir uns auf um schnell noch 24km mit 50% Asphalt und 50% Trails zu fahren.




Empfehlungen ist fast wie Garminrouting. Eine aufregende Sache mit Aussicht aufs Ungewisse. So kam es das wir voller Vorfreude in den Trail zwischen Novaggio und Cademario einbogen. Der Trail begann ziemlich flog und wurde immer ruppiger. Harzstyle dachte ich mir und plötzlich standen wir vor Treppenstufen und total verlocken Stellen. Okay wir schulterten die Fahrräder und maschierten 30 Minuten einen sehr schönen Wanderwege / Downhill hoch. Die Schweizer verstehen unter Flow ganz klar etwas anderes als Wir.



Zwischendurch fing es leicht an zu regnen aber durch die hohe Luftfeuchtigkeit und milden Temperaturen schwitzten wir ganz gut und es war eine angnehme abkühlung.

da ging es hoch

Der Wald wirkte wie ein Urwald. Ganz anders wie das erlebte zum Vortag. Irgendwann spuckte der Wald uns auf der anderen Seite von Cademario wieder aus und wir konnten noch mal etwas italiensichen Flair geniesen.




Das war ein toller Abschluss für so ein schönes Wochenende. Marko hat wirklich tolle Ortschaften und Unterkünfte raus gesucht und das die Wetterprognosen so wie er es recherchiert hat so übereingestimmt hat war perfekt.





Auf dem Heimweg empfingen wir noch eine Nachricht das Thomas, vom Team Dowe,15 Minuten hinter uns fährt (er war als Mechaniker bei der SWISS EPIC). 
So trafen wir uns noch auf ein gemeinsames Mittagessen an einer Raststätte und fuhren ohne Stau nach Hause.

In einer Woche haben wir wieder Urlaub. Ich bin jetzt schon gespannt was Marko für uns Plant. Alle die gerne mal mit uns reisen wollen sind immer herzlich auf ein Abenteuer eingeladen.


Adresse und Kontaktaden von der Unterkunft Casa La Selva in Pura könnt ihr gerne von uns erhalten.
Daniela kann sehr gut Deutsch sprechen. Sie und ihr Mann sind wirklich sehr freundlich.

Vielen Lieben Dank noch mal an Karin von der Unterkunft Musteralpe am Plansee.
Wir kommen ganz versprochen wieder

Freitag, 2. September 2016

Ein Rennen mit einer Liebeserklärung

Da ich vom Harz-Cup ja schon drei von fünf Rennen gefahren bin und wir wussten dass man ein Streichergebnis haben darf, war klar das wir das letzte Rennen auch fahren.
Das schöne daran, es war der Endurothon.
Ein Rennen das 100% Mountainbike Aktion verspricht. Steil, steiler, Trail.
Das Motto "hör ich da ein Mutti" ist wirklich verdient ausgewählt.



Der Veranstalter bietet nicht nur ein Renntag an, nein man kann am Freitag schon beim Kurparksprint mit fahren und am Sonntag eine geführte Tour mit Axel genießen. Das hieß trotzt Spätdienst reisten wir am Freitag an. Wir durften netterweise das komplette Wochenende beim Axel schlafen. Er nahm uns nicht nur auf, er brachte uns Abends sogar die Startunterlagen mit da er zur Moderation des Sprints in Schierke war.
Der Startbeutel war übrigens ziemlich gut gefüllt. Event T-shirt und Schokolade sag ich nur ;)

so lässt es sich drei Tage aushalten

So konnten wir am Samstagmorgen in Ruhe frühstücken, los fahren, Bikes zusammen bauen und direkt warm fahren. Eigentlich alles ohne Stress aber ich war so nervös. Das nachträgliche Autoumparken, weil die eine Parkfläche dieses Jahr nicht genehmigt wurde empfand ich als stressig und nervig aber nachdem Marko und ich alles geregelt hatten und wir auf den Rädern saßen ging es mir langsam besser.

bissl quatschen muss sein

Wir besprachen noch mal unsere Taktik, den das sollte unser erstes Rennen werden was wir gemeinsam starten und gemeinsam beenden wollten. Marko hat sich fest vorgenommen mich die Berge rauf zu trietzen damit ich mit stolz meinen 2ten Platz im Harz-Cup verteidigen kann.
Es fahren schon mehr Frauen mit aber nicht jedes Rennen, da ist es einfacher schnell viele Punkte zu sammeln, als bei der großen Männerkonkurenz.

Schnell noch die Flaschen tauschen

Der Plan stand, unsere Flaschen waren endlich positioniert, ich war aufgeregt, Marko war entschlossen und wir stellten uns recht weit Vorne in der Startaufstellung auf.



10 Uhr ging es los, ein kleines Stück durch den Park, dieses Jahr links hoch zur Straße. Ich fühlte mich so langsam weil uns ziemlich viele Leute überholten aber meine Werte sagten mir exakt das ich alles richtig mache und ich wunderte mich den Marko signalisierte mir das auch. Natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen den er ist sonst immer einer der vorne alles gibt und nicht wie ich irgendwo im Pulk mit schwitzt und hächelt.



Es ging die Straße erstmal bergab, durchatmen war nicht. Bergab treten um wieder ein, zwei Plätze gut zu machen war angesagt . "Ausruhen können wir uns später" war die Ansage von Marko.
Das lange steile Asphaltstück kam und wir pedalierten zügig hoch. Marko guckte immer mal wieder zu mir und lobte mich und sagte genau so machst du das richtig.


Wir bogen in den Wald, noch einmal ein Stück hoch um anschließend ca ein 1km wieder Vollgas auf der Waldautobahn vor dem ersten Trail ein bis zwei Plätze gut zu machen um vielleicht etwas flüssiger durch den Steintrail durch zu kommen. Das gelang uns auch ganz gut. Hier überholten wir sogar mein persönliche Lieblingsmitstreiterin Tina. Es war aber viel los und so kamen wir nicht wirklich gut vorran.

Tina, ich freue mich auf das nächste Rennen mit dir oder vielleicht mal eine gemeisame Ausfahrt?


Nach dem Trail fuhr man zur längsten Auffahrt die mit Panzerplatten versehen war um sich jedes mal dran zu erinnern wie Scheiße es doch ist dort drüber zu fahren. Teilweise konnte man mittig auf Schotter fahren aber an den meisten Stellen musste man drauf fahren.




Auch wenn unsere Medium Strecke nur 13km lang war, brutzelte die Sonne mit 30 Grad auf uns nieder. An jeder Verpflegung schnappten wir uns jeder einen Becher Wasser und kippten ihn einfach zur abkühlen über uns. Blöd war nur dass das Wasser zwischenzeitig wohl etwas knapp wurde und Marko ISO anstatt Wasser bekam und sich übern Kopf goss. In der dritten Runde war es mir auch egal und ich war froh das Marko mich in der prallen Sonne einfach mit seiner ISO Flasche nass machte.


Eulenpower Timo

An der Verpflegung nutzte Tina die Möglichkeit uns zu überholen. Ich merkte das Marko an ihr dran bleiben wollte aber für mich war es zu schnell. Ich rief ihn zurück und nahm für mich wieder normale Renngeschwindigkeit auf (Flauer Magen und so das ich die dritte Runde überlebe :-) )

da war Marko wohl zu schnell

Wir bogen in den nächsten Trail ein, viele Wurzeln, ein Baum wo man kurz absteigen und drüber klettern muss, ein zwei Scharfe Kurven und schon ist der ganz schöne Trail Spaß wieder vorbei.

Florian ein toller Freund den wir 2015 bei Endurothon kennen lernen durften

Auf dem Überführungsstück zum Kurpark holten wir Tina wieder ein. Sie hatte einen Platten, wir baten ihr noch Schlauch, Pumpe und Hilfe an aber der Mantel war wohl aufgeschlitzt. Wir fuhren weiter, ich hatte noch gehofft das sie weiter fahren kann aber nach dem wir fliegenden Flaschenwechsel im Start/Ziel Bereich machten (Marko nahm meine Flasche, fuhr vor, wechselte sie, ich überholte ihn in der Zeit und er holte mich dann wieder ein und gab mir eine neue Flasche). Im ersten Anstieg kam Tina schiebend entgegen. Es tat mir wirklich sehr leid für Sie. Ich hätte gern gewußt wie es zwischen uns ausgegangen wäre.

Eulenpower Jörg 

Zweite Runde, ausruhen wenn es Flach wird so wie ich es sonst mache wurde von der Führung klar verboten. Es kam nur ein "komm Marie, komm" von vorne und ich tat mein Bestes.
Diesmal hatten wir beide Trails für uns und wir konnten sie schön und schnell genießen und richtig Spaß dabei haben. Anmerkung der Führung.... das war wirklich toll einfach laufen lassen.


Eulenpower Olaf
Der Plattenweg kam und ich merkte schon das es etwas zäher wurde aber Marko sagte immer wieder das ich es super mache. Vor dem Trail war noch ein Schotterstück mit einer kleinen Spurrille bergauf. Wenn eine kurze Konzentrationslosigkeit und null Körperspannung mit der Spurrille kolledieren gewinnt meistens die Schwerkraft. Schwupps lag ich am Boden. Ziemlich peinlich versuchte ich das Geschehene mit einem schnellen Antritt zu übertünchen aber ob eine 100 Trittfrquenz das Schauspiel noch peinlicher machte lass ich jetzt mal dahin gestellt. Anmerkung Marko....ich musste wirklich aufpassen nicht zu lachen, das hätte das Faß zum überlaufen gebracht ;)

keine Konzentration tut weh

Die dritte Runde war zäh aber durch Markos Worte habe ich es geschafft nicht nach zu geben. Auch wenn es nur zum vierten Platz gereicht hat, die 10Minuten Abstand zur dritt Platzierten kann ich mit stolz sagen wären nirgends raus zu holen gewesen. 3 Runden a 13km insgesamt gute 1000hm, mit einem Durchschnittlichen Puls von 174... es war einfach nicht mehr drin.
Aber dafür sind wir Händchen haltend ins Ziel gefahren :)

Eulenpower Dirk

Ich bin Marko so dankbar dass er das für mich getan hat. Das ist wirklich eine sehr tolle Liebeserklärung.

fast kein Foto wo wir nicht zusammen drauf sind

Dafür habe ich meinen zweiten Platz im Harz-Cup super halten können und durfte Abends dann doch nochmal aufs Treppchen.


Auch unsere Freunde und Vereinsmitglieder gaben beim Endurothon alles.
Joey und Tim fuhren bei den Kids Rennen jeweils auf Platz 3.



Timo belegte auf dem Heavy Short Track den 7 Platz in seiner Altersklasse.
Dirk belegte den 10 Platz seiner Altersklasse auf der kurzen Runde.
Jörg fuhr mit uns den Medium Track und wurde 20ter in seiner Altersklasse und Olaf hatte einfach mal keinen guten Tag erwischt.
Trotzdem erkämpfte sich Olaf in dieser Saison den 2 Platz in der Harz Cup Wertung!

Olaf auf dem 2 Platz Senioren 2 der Harz Cup Wertung
 
Sehr zufrieden konnten wir Abends noch das Klapprad Rennen genießen.
Sonntag ging es mit Axel und sechs weiteren Motivierten durch den schönen Harz über super tolle Trails zum Broken Rauf und wieder runter.



Ein Wochenende das sich wie ein kleiner Urlaub angefühlt hat und Markos und meine Leidenschaft zum Mountainbiken und zu einander nur wieder verstärkt hat.
Nächstes Jahr wollen wir zwar weniger Rennen fahren aber beim Endurothon können wir einfach nicht nein sagen. In diesem Sinne "Sport frei!"


Endurothon klick hier 
Fotos von Drea und Markus:
- Kurparksprint
- Start
- Wald #1
- Wald #2
- Kurpark
- Wald #3
- Wald #4
- Wald #5
- Siegerehrung
Fotos von Marie Stre klick hier

Freitag, 12. August 2016

Ein unverschämtes Angebot

Es war am vierten Tag der Beskidy (Bericht klick hier) , wir saßen gerade zum Abschluss beim grillen als ich von Sabine eine Nachricht bekam. Sie fragte mich ob ich mir vorstellen könnte an ihrer Stelle für das Team Wüster-Hering beim 24h Rennen in Duisburg zu fahren. Eigentlich wollten Marko und ich dort nicht mehr starten aber nachdem Sabine geschrieben hat das ich nichts bezahlen muss, das Team komplett betreut wird, wir zum schnellen Regenerieren Höhenluft und Massage genießen dürfen und vorher einen Leistungstest fahren, war sofort klar das man dieses Angebot nicht abschlagen kann, darf oder sollte. So ein Angebot bekommt man nur einmal.

Drei Wochen vor Duisburg trafen wir uns alle zum Leistungstest bei Stefan Erdman Bewegungsfelder. Dort lernte ich den rest des Teams kennen. Nachdem wir alle einmal für die Gemeinschaft geschwitzt haben war klar, die Männer dürfen alle wärend des Rennens um die 1000kcal pro Stunde zu sich nehmen und ich darf 400kcal pro Stunde zu mir nehmen. Ist das Leben nicht ungerecht :-D?
Abends wurde noch zusammen gegrillt und am nächsten Tag eine tolle Tour gefahren.

von links: Olli, ich, Stefan, Peer, Karo, Tobi, Jan


Marko überlegte nicht lange und organisierte für sich und Stefan noch Startplätze, nur Betreuer machen kann er einfach nicht. Ist vieleicht auch besser so...grins...

Meine Jungs: Ich hab sie soooo doll lieb

Am Freitag früh reisten wir an um mit Olli, Sabine, Stefan und Tobi das Fahrerlager aufzubauen.
Dank Olli, Tobi und Stefan konnten wir über Nacht alles vor Ort lassen, den die Jungs blieben Vorort. Stefan Große, Marko, Sabine und ich schliefen die Nacht lieber nochmal etwas bequemer.

Dafür organiserten wir am Samstagmorgen frische Brötchen um mit dem ganzen Team gemeinsam zu Frühstücken.
Nach dem Frühstück kam langsam die Nervosität bei Allen. Jeder wuselte herum, manche fuhren die Strecke nochmal ab oder unterhielten sich einfach mit vielen bekannten Gesichter die immer wieder vorbei kamen.

Um 10:30Uhr war Fahrerbesprechung und anschließend um alle Informationen weiter zu geben setzten wir uns zu einer Teambesprechung zusammen.
Dieses Jahr gab es Rückennummern mit Namen, was sich im Laufe des Rennens wirklich als sehr Positiv rausstellte. Unsere Taktik war das jeder zwei Runden fährt und einfach Spaß am Event hat.

Fahrerbesprechung

Um 12 Uhr war Start. Stefan machte den Anfang und wechselte nach zwei Runden mit mir. Sabine begleitete mich jedesmal in die Wechselzone um mir etwas die Nervostät zu nehmen, dafür war ich ihr wirklich super dankbar.

Sabine du bist die Beste
Ich wechselte immer mit Tobi. Tobi strahlte immer so eine Ruhe und eine Freude aus das er wieder dran war sodass es wirklich Spaß machte mit ihm zu wechseln.
Nach Tobi war Olli an der Reihe. Ich fande die Reihenfolge wirklich super. Ich fühlte mich, nachdem meine Nervosität nach meinen ersten Runden verflogen war, sehr wohl im Team.


Nach jedem Wechsel baute sich bei mir eine angnehme Routine auf. Kurz Quatschen, was feines essen, sich die Beine von Stephan E. oder Dustin ordentlich durch matschen lassen. Danke Dustin du warst einsame Spitze.

es geht nichts über eine Massage die dich zum schreihen bringt.
Anschließend steckte mich Stephan E. unter die Höhenluft und ich konnte 28 Minuten einfach chillen. Ich empfand es wirklich als sehr angenehm.

Einmal zum Mond und wieder zurück

Nach der Entspannung ging es direkt auf Sabines Rennrad um die Beine für den nächsten Einsatz schön warm zu fahren.
Auch das half mir wirklich sehr um in allen Runden sehr konstante Zeiten zu fahren.

6 Uhr morgens, noch 6h bis wir es geschafft haben.

Nie war eine Runde wie die andere.
Manchmal hatte man Glück und man konnte an der Treppe direkt durch fahren, das eine mal musste ich durch einen Unfall 15 Minuten warten bis es weiter ging. Manchmal musste man nur kurz warten und dabei hatte ich sogar Glück die Claudi zu treffen und konnte etwas quatschen mit ihr.


In manchen Runden fuhr man einfach "alleine" vor sich hin und dachte schon mal über die Überschrift des Blogs nach. 


rauf auf den Monte Schlacko...

... und wieder runter

Die Runden in der Nacht genoss ich am meisten. Die Strecke war nicht so überfühlt und das Lichterspiel von den Fahrern und die Beleuchtung des Landschaftsparks waren einfach wieder mysteriös Schön.


Mein persönliches Highlight war, dass ich Marko auf der Strecke getroffen habe und das wir das erste mal zusammen in einem Rennen fahren konnte.

ein tolles Gefühl...
... den Mann in seinem schwachen Moment zu unterstützen, bis er...
... er warm genug ist um mich zu ziehen und meine beste Zeit zu fahren. 


Unser Ziel war Spaß zu haben, der Gedanke war Top 10 ist machbar, ein kleiner Wunsch von Olli war Top 5 und unser Ergebnis war der 3. Platz. Ein Event das wir eigentlich nicht wieder fahren wollten entpupte sich mit super Betreuung, tollen Menschen und dem Willen Spaß zu haben zu einem tollen Erlebnis und Ergebnis.

Mit dem Team fahr ich gerne wieder zusammen


Marko und Stefan erfuhren was es heist zu leiden aber waren über ihre erbrachte Leistung bis zum Schluss sehr positiv überrascht und sind sehr Stolz auf ihren 10 Platz in der 2er Herren Wertung. 

Ich bin sehr Stolz auf meine Jungs 

Karo und Peer haben in der 2er Mixed Wertung den 2. Platz erkämpft. Eine Klasse Leistung von den Beiden.

von links: Olli, ich, Stefan, Stefan E., Dustin, Peer, Karo und Tobi