Freitag, 2. September 2016

Ein Rennen mit einer Liebeserklärung

Da ich vom Harz-Cup ja schon drei von fünf Rennen gefahren bin und wir wussten dass man ein Streichergebnis haben darf, war klar das wir das letzte Rennen auch fahren.
Das schöne daran, es war der Endurothon.
Ein Rennen das 100% Mountainbike Aktion verspricht. Steil, steiler, Trail.
Das Motto "hör ich da ein Mutti" ist wirklich verdient ausgewählt.



Der Veranstalter bietet nicht nur ein Renntag an, nein man kann am Freitag schon beim Kurparksprint mit fahren und am Sonntag eine geführte Tour mit Axel genießen. Das hieß trotzt Spätdienst reisten wir am Freitag an. Wir durften netterweise das komplette Wochenende beim Axel schlafen. Er nahm uns nicht nur auf, er brachte uns Abends sogar die Startunterlagen mit da er zur Moderation des Sprints in Schierke war.
Der Startbeutel war übrigens ziemlich gut gefüllt. Event T-shirt und Schokolade sag ich nur ;)

so lässt es sich drei Tage aushalten

So konnten wir am Samstagmorgen in Ruhe frühstücken, los fahren, Bikes zusammen bauen und direkt warm fahren. Eigentlich alles ohne Stress aber ich war so nervös. Das nachträgliche Autoumparken, weil die eine Parkfläche dieses Jahr nicht genehmigt wurde empfand ich als stressig und nervig aber nachdem Marko und ich alles geregelt hatten und wir auf den Rädern saßen ging es mir langsam besser.

bissl quatschen muss sein

Wir besprachen noch mal unsere Taktik, den das sollte unser erstes Rennen werden was wir gemeinsam starten und gemeinsam beenden wollten. Marko hat sich fest vorgenommen mich die Berge rauf zu trietzen damit ich mit stolz meinen 2ten Platz im Harz-Cup verteidigen kann.
Es fahren schon mehr Frauen mit aber nicht jedes Rennen, da ist es einfacher schnell viele Punkte zu sammeln, als bei der großen Männerkonkurenz.

Schnell noch die Flaschen tauschen

Der Plan stand, unsere Flaschen waren endlich positioniert, ich war aufgeregt, Marko war entschlossen und wir stellten uns recht weit Vorne in der Startaufstellung auf.



10 Uhr ging es los, ein kleines Stück durch den Park, dieses Jahr links hoch zur Straße. Ich fühlte mich so langsam weil uns ziemlich viele Leute überholten aber meine Werte sagten mir exakt das ich alles richtig mache und ich wunderte mich den Marko signalisierte mir das auch. Natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen den er ist sonst immer einer der vorne alles gibt und nicht wie ich irgendwo im Pulk mit schwitzt und hächelt.



Es ging die Straße erstmal bergab, durchatmen war nicht. Bergab treten um wieder ein, zwei Plätze gut zu machen war angesagt . "Ausruhen können wir uns später" war die Ansage von Marko.
Das lange steile Asphaltstück kam und wir pedalierten zügig hoch. Marko guckte immer mal wieder zu mir und lobte mich und sagte genau so machst du das richtig.


Wir bogen in den Wald, noch einmal ein Stück hoch um anschließend ca ein 1km wieder Vollgas auf der Waldautobahn vor dem ersten Trail ein bis zwei Plätze gut zu machen um vielleicht etwas flüssiger durch den Steintrail durch zu kommen. Das gelang uns auch ganz gut. Hier überholten wir sogar mein persönliche Lieblingsmitstreiterin Tina. Es war aber viel los und so kamen wir nicht wirklich gut vorran.

Tina, ich freue mich auf das nächste Rennen mit dir oder vielleicht mal eine gemeisame Ausfahrt?


Nach dem Trail fuhr man zur längsten Auffahrt die mit Panzerplatten versehen war um sich jedes mal dran zu erinnern wie Scheiße es doch ist dort drüber zu fahren. Teilweise konnte man mittig auf Schotter fahren aber an den meisten Stellen musste man drauf fahren.




Auch wenn unsere Medium Strecke nur 13km lang war, brutzelte die Sonne mit 30 Grad auf uns nieder. An jeder Verpflegung schnappten wir uns jeder einen Becher Wasser und kippten ihn einfach zur abkühlen über uns. Blöd war nur dass das Wasser zwischenzeitig wohl etwas knapp wurde und Marko ISO anstatt Wasser bekam und sich übern Kopf goss. In der dritten Runde war es mir auch egal und ich war froh das Marko mich in der prallen Sonne einfach mit seiner ISO Flasche nass machte.


Eulenpower Timo

An der Verpflegung nutzte Tina die Möglichkeit uns zu überholen. Ich merkte das Marko an ihr dran bleiben wollte aber für mich war es zu schnell. Ich rief ihn zurück und nahm für mich wieder normale Renngeschwindigkeit auf (Flauer Magen und so das ich die dritte Runde überlebe :-) )

da war Marko wohl zu schnell

Wir bogen in den nächsten Trail ein, viele Wurzeln, ein Baum wo man kurz absteigen und drüber klettern muss, ein zwei Scharfe Kurven und schon ist der ganz schöne Trail Spaß wieder vorbei.

Florian ein toller Freund den wir 2015 bei Endurothon kennen lernen durften

Auf dem Überführungsstück zum Kurpark holten wir Tina wieder ein. Sie hatte einen Platten, wir baten ihr noch Schlauch, Pumpe und Hilfe an aber der Mantel war wohl aufgeschlitzt. Wir fuhren weiter, ich hatte noch gehofft das sie weiter fahren kann aber nach dem wir fliegenden Flaschenwechsel im Start/Ziel Bereich machten (Marko nahm meine Flasche, fuhr vor, wechselte sie, ich überholte ihn in der Zeit und er holte mich dann wieder ein und gab mir eine neue Flasche). Im ersten Anstieg kam Tina schiebend entgegen. Es tat mir wirklich sehr leid für Sie. Ich hätte gern gewußt wie es zwischen uns ausgegangen wäre.

Eulenpower Jörg 

Zweite Runde, ausruhen wenn es Flach wird so wie ich es sonst mache wurde von der Führung klar verboten. Es kam nur ein "komm Marie, komm" von vorne und ich tat mein Bestes.
Diesmal hatten wir beide Trails für uns und wir konnten sie schön und schnell genießen und richtig Spaß dabei haben. Anmerkung der Führung.... das war wirklich toll einfach laufen lassen.


Eulenpower Olaf
Der Plattenweg kam und ich merkte schon das es etwas zäher wurde aber Marko sagte immer wieder das ich es super mache. Vor dem Trail war noch ein Schotterstück mit einer kleinen Spurrille bergauf. Wenn eine kurze Konzentrationslosigkeit und null Körperspannung mit der Spurrille kolledieren gewinnt meistens die Schwerkraft. Schwupps lag ich am Boden. Ziemlich peinlich versuchte ich das Geschehene mit einem schnellen Antritt zu übertünchen aber ob eine 100 Trittfrquenz das Schauspiel noch peinlicher machte lass ich jetzt mal dahin gestellt. Anmerkung Marko....ich musste wirklich aufpassen nicht zu lachen, das hätte das Faß zum überlaufen gebracht ;)

keine Konzentration tut weh

Die dritte Runde war zäh aber durch Markos Worte habe ich es geschafft nicht nach zu geben. Auch wenn es nur zum vierten Platz gereicht hat, die 10Minuten Abstand zur dritt Platzierten kann ich mit stolz sagen wären nirgends raus zu holen gewesen. 3 Runden a 13km insgesamt gute 1000hm, mit einem Durchschnittlichen Puls von 174... es war einfach nicht mehr drin.
Aber dafür sind wir Händchen haltend ins Ziel gefahren :)

Eulenpower Dirk

Ich bin Marko so dankbar dass er das für mich getan hat. Das ist wirklich eine sehr tolle Liebeserklärung.

fast kein Foto wo wir nicht zusammen drauf sind

Dafür habe ich meinen zweiten Platz im Harz-Cup super halten können und durfte Abends dann doch nochmal aufs Treppchen.


Auch unsere Freunde und Vereinsmitglieder gaben beim Endurothon alles.
Joey und Tim fuhren bei den Kids Rennen jeweils auf Platz 3.



Timo belegte auf dem Heavy Short Track den 7 Platz in seiner Altersklasse.
Dirk belegte den 10 Platz seiner Altersklasse auf der kurzen Runde.
Jörg fuhr mit uns den Medium Track und wurde 20ter in seiner Altersklasse und Olaf hatte einfach mal keinen guten Tag erwischt.
Trotzdem erkämpfte sich Olaf in dieser Saison den 2 Platz in der Harz Cup Wertung!

Olaf auf dem 2 Platz Senioren 2 der Harz Cup Wertung
 
Sehr zufrieden konnten wir Abends noch das Klapprad Rennen genießen.
Sonntag ging es mit Axel und sechs weiteren Motivierten durch den schönen Harz über super tolle Trails zum Broken Rauf und wieder runter.



Ein Wochenende das sich wie ein kleiner Urlaub angefühlt hat und Markos und meine Leidenschaft zum Mountainbiken und zu einander nur wieder verstärkt hat.
Nächstes Jahr wollen wir zwar weniger Rennen fahren aber beim Endurothon können wir einfach nicht nein sagen. In diesem Sinne "Sport frei!"


Endurothon klick hier 
Fotos von Drea und Markus:
- Kurparksprint
- Start
- Wald #1
- Wald #2
- Kurpark
- Wald #3
- Wald #4
- Wald #5
- Siegerehrung
Fotos von Marie Stre klick hier

Freitag, 12. August 2016

Ein unverschämtes Angebot

Es war am vierten Tag der Beskidy (Bericht klick hier) , wir saßen gerade zum Abschluss beim grillen als ich von Sabine eine Nachricht bekam. Sie fragte mich ob ich mir vorstellen könnte an ihrer Stelle für das Team Wüster-Hering beim 24h Rennen in Duisburg zu fahren. Eigentlich wollten Marko und ich dort nicht mehr starten aber nachdem Sabine geschrieben hat das ich nichts bezahlen muss, das Team komplett betreut wird, wir zum schnellen Regenerieren Höhenluft und Massage genießen dürfen und vorher einen Leistungstest fahren, war sofort klar das man dieses Angebot nicht abschlagen kann, darf oder sollte. So ein Angebot bekommt man nur einmal.

Drei Wochen vor Duisburg trafen wir uns alle zum Leistungstest bei Stefan Erdman Bewegungsfelder. Dort lernte ich den rest des Teams kennen. Nachdem wir alle einmal für die Gemeinschaft geschwitzt haben war klar, die Männer dürfen alle wärend des Rennens um die 1000kcal pro Stunde zu sich nehmen und ich darf 400kcal pro Stunde zu mir nehmen. Ist das Leben nicht ungerecht :-D?
Abends wurde noch zusammen gegrillt und am nächsten Tag eine tolle Tour gefahren.

von links: Olli, ich, Stefan, Peer, Karo, Tobi, Jan


Marko überlegte nicht lange und organisierte für sich und Stefan noch Startplätze, nur Betreuer machen kann er einfach nicht. Ist vieleicht auch besser so...grins...

Meine Jungs: Ich hab sie soooo doll lieb

Am Freitag früh reisten wir an um mit Olli, Sabine, Stefan und Tobi das Fahrerlager aufzubauen.
Dank Olli, Tobi und Stefan konnten wir über Nacht alles vor Ort lassen, den die Jungs blieben Vorort. Stefan Große, Marko, Sabine und ich schliefen die Nacht lieber nochmal etwas bequemer.

Dafür organiserten wir am Samstagmorgen frische Brötchen um mit dem ganzen Team gemeinsam zu Frühstücken.
Nach dem Frühstück kam langsam die Nervosität bei Allen. Jeder wuselte herum, manche fuhren die Strecke nochmal ab oder unterhielten sich einfach mit vielen bekannten Gesichter die immer wieder vorbei kamen.

Um 10:30Uhr war Fahrerbesprechung und anschließend um alle Informationen weiter zu geben setzten wir uns zu einer Teambesprechung zusammen.
Dieses Jahr gab es Rückennummern mit Namen, was sich im Laufe des Rennens wirklich als sehr Positiv rausstellte. Unsere Taktik war das jeder zwei Runden fährt und einfach Spaß am Event hat.

Fahrerbesprechung

Um 12 Uhr war Start. Stefan machte den Anfang und wechselte nach zwei Runden mit mir. Sabine begleitete mich jedesmal in die Wechselzone um mir etwas die Nervostät zu nehmen, dafür war ich ihr wirklich super dankbar.

Sabine du bist die Beste
Ich wechselte immer mit Tobi. Tobi strahlte immer so eine Ruhe und eine Freude aus das er wieder dran war sodass es wirklich Spaß machte mit ihm zu wechseln.
Nach Tobi war Olli an der Reihe. Ich fande die Reihenfolge wirklich super. Ich fühlte mich, nachdem meine Nervosität nach meinen ersten Runden verflogen war, sehr wohl im Team.


Nach jedem Wechsel baute sich bei mir eine angnehme Routine auf. Kurz Quatschen, was feines essen, sich die Beine von Stephan E. oder Dustin ordentlich durch matschen lassen. Danke Dustin du warst einsame Spitze.

es geht nichts über eine Massage die dich zum schreihen bringt.
Anschließend steckte mich Stephan E. unter die Höhenluft und ich konnte 28 Minuten einfach chillen. Ich empfand es wirklich als sehr angenehm.

Einmal zum Mond und wieder zurück

Nach der Entspannung ging es direkt auf Sabines Rennrad um die Beine für den nächsten Einsatz schön warm zu fahren.
Auch das half mir wirklich sehr um in allen Runden sehr konstante Zeiten zu fahren.

6 Uhr morgens, noch 6h bis wir es geschafft haben.

Nie war eine Runde wie die andere.
Manchmal hatte man Glück und man konnte an der Treppe direkt durch fahren, das eine mal musste ich durch einen Unfall 15 Minuten warten bis es weiter ging. Manchmal musste man nur kurz warten und dabei hatte ich sogar Glück die Claudi zu treffen und konnte etwas quatschen mit ihr.


In manchen Runden fuhr man einfach "alleine" vor sich hin und dachte schon mal über die Überschrift des Blogs nach. 


rauf auf den Monte Schlacko...

... und wieder runter

Die Runden in der Nacht genoss ich am meisten. Die Strecke war nicht so überfühlt und das Lichterspiel von den Fahrern und die Beleuchtung des Landschaftsparks waren einfach wieder mysteriös Schön.


Mein persönliches Highlight war, dass ich Marko auf der Strecke getroffen habe und das wir das erste mal zusammen in einem Rennen fahren konnte.

ein tolles Gefühl...
... den Mann in seinem schwachen Moment zu unterstützen, bis er...
... er warm genug ist um mich zu ziehen und meine beste Zeit zu fahren. 


Unser Ziel war Spaß zu haben, der Gedanke war Top 10 ist machbar, ein kleiner Wunsch von Olli war Top 5 und unser Ergebnis war der 3. Platz. Ein Event das wir eigentlich nicht wieder fahren wollten entpupte sich mit super Betreuung, tollen Menschen und dem Willen Spaß zu haben zu einem tollen Erlebnis und Ergebnis.

Mit dem Team fahr ich gerne wieder zusammen


Marko und Stefan erfuhren was es heist zu leiden aber waren über ihre erbrachte Leistung bis zum Schluss sehr positiv überrascht und sind sehr Stolz auf ihren 10 Platz in der 2er Herren Wertung. 

Ich bin sehr Stolz auf meine Jungs 

Karo und Peer haben in der 2er Mixed Wertung den 2. Platz erkämpft. Eine Klasse Leistung von den Beiden.

von links: Olli, ich, Stefan, Stefan E., Dustin, Peer, Karo und Tobi



Freitag, 15. Juli 2016

Aus Spaß wurde Ernst --- Night on Bike

Night on Bike ist ein Event das auf einer MTB Marathon Liste nicht fehlen darf. Letztes Jahr war es wirklich ein Highlight Bericht klick hier  deswegen fakelten wir nicht lange und meldeten für 2016 ein vierer Mixed Team an. Die Zeit verging, wir trainierten viel und waren wirklich gut drauf.



Wir reisten bereits am Freitag an um einfach etwas weniger Stress zu haben und mit allen Bekannten die wieder vor Ort waren die Zeit zu genießen. Rasch bauten wir die Bikes zusammen um die geführte Tour über die Strecke mit zu fahren. Mir war nur nicht ganz bewusst das man sich damit direkt in die Startaufstellung für den Bergsprint einreite.  Naja nu stand ich da und hatte bestimmt eine andere Wahl aber kneifen wollte ich dann auch nicht. Marko hatte total Lust und war wenigstens so schlau sich ein bisschen warm zu fahren.


Ich fuhr den Schweineberg in 2 Minuten hoch, Moni und Marko hatten ihn in 1:25 und 1:35 geschafft. Der schnellste Mann ,Tobias Berg, benötigte 1:06. Für Moni bedeutete dies ebenfalls Platz 1 der Damen.
Kalt eben mal so einen Berg hoch zu sprinten hat die Folge das einem die Lunge fast um die Ohren fliegt und einfach bis nächsten Tag leicht schmerzt.



Wir liesen den Abend gemütlich ausklingen und schliefen die erste Nacht in unserem neuen Auto.
Die Sonne kitzelte uns recht früh wach, wir bauten das Fahrerlager auf und frühstückten gemütlich.
Der Platz fühlte sich und immer mehr bekannte Gesichter kamen vorbei.
Ab 15 Uhr konnte man die Strecke besichtigen. Unser vierer Mixed mit Frank Rothe, Martin Brignitz, Marko und mir war vollständig, Frank und Moni fuhren wieder im 2er Mixed, Muschi und Axel fuhren beide als Solo, Micheal und Dirk im zweier Herren, Claudia und Kerstin im zweier Damen.
Gemeinsam fuhren wir die Strecke ab und hatten dabei schon eine menge Spaß und viel zu lachen. Die Strecke war wirklich Klasse, leicht verändert zum letzten Jahr aber eher positiv als negativ.


Um 19 Uhr war Startaufstellung, diesmal gab es ein Le-Mans-Start (Frank erklärt es richtig gut klick hier ). Ich durfte Markos Bike halten, es war ziemlich wusselig in der Aufstellung aber nach einer gewissen Zeit haben alle ihre Plätze gefunden und es ging los. Marko schnappte sich sein Bike rannte los und weg war er.

unschuldig gucken und dabei Markos Rad leicht nach vorne schieben *grins*

verkehrte Welt, der Typ neben Marko war viel aufgeregter und
meinte nur zu ihm "du siehst schnell aus, ich lass dich lieber vor"


Jeder fuhr eine Runde und dann wurde gewechselt. Ich habe für Marko so ca. 25 Minuten einkakuliert bis er ins Fahrerlager kommt, das hies für mich schnell zur Toilette, mindestens 10 mal auf die Uhr gucken, nervös von ein Bein aufs nächste hüpfen und dabei versuchen ganz cool zu wirken. Ich stellte mich ca. 20 Minuten nach Markos Start zum Wechsel auf und wartete auf ihn.
Das schöne beim NOB ist das man direkt im Fahrerlager wechseln kann, eigentlich kann man egal wo auf der Strecke wechseln, es soll Teams geben die in der Alm gewechselt haben. Das war eigentlich gar keine unkluge Idee den dort war die ganze Nacht Party mit Live Musik.



28 Minuten nach dem Start  kam Marko aus der Schule raus aber er schob und hatte seine Kurbel in der Hand. Ich starrte ihn an musste aber direkt los meine Runde fahren. Natürlich machte ich mir Gedanken aber ich wusste das Marko das alles irgendwie geregelt bekommt und zur Not könnten Martin, Frank und Ich auch erstmal die Zeit überbrücken.



Den Gedanken verdrengt und auf gings erstmal ein Stück Straße entlang, hier hatte ich schon das Gefühl das ich viel zu viel gebe aber meine Beine liesen einfach nicht locker also gab ich einfach Gas. Der erste Trail kam und machte einfach Spaß. Ich war viel alleine unterwegs was den Spaßfaktor anbelang ziemlich gut ist weil dich so keiner vor dir stört oder hinter dir nervt. Die erste Runde absolvierte ich mit 31 Minuten aber war auch ziemlich aus der Puste danach.
Hinterher erzählten mir alle aus dem Team das es ihnen in der ersten Runde genauso ging. Die zweite Runde fühlte sich auch schon viel besser an, nicht mehr so anstrengend und meine Zeit war auch nur etwas länger.



Nach jedem Wechsel hatte man 1,5h Stunden Zeit um sich auszuruhen, sein Bike fit zu machen, zu quatschen, essen, trinken, Pipi machen oder wie Marko nach dem er es geschafft hatte seine Kurbel wieder zu befestigen nach seiner zweiten Runde seine verlorenen Bremsbelege am Hinterrad zu erneuern.

Powernapping

Wenn man nicht gerade das alles macht dann hilft man anderen dabei seine Verletzungen zu begutachten und zu versorgen.






Wir haben die Nacht zum Tag gemacht. Nicht nur die Fahrer sondern auch die Zuschauer saßen bis in die Nacht an der Strecke und haben angefeuert. Jede Runde war immer wieder aufregend und hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. So war auch unser Ziel "Spaß haben" aber irgenwann kam Marko mit der Information das wir auf dem dritten Platz liegen. Das verschaffte bei uns natürlich allen ein dickes grinsen ins Gesicht und an den Zeiten merkte man das sich jeder trotz beginnender Müdigkeit zusammenriss um seine Zeiten konstant zu halten oder wieder zu verbessern.


Bis zur letzten Minuten kämpften wir um unseren dritten Platz. Marko fuhr seine beste Zeit in seiner letzten Runde, ich konnte mich trotz Erschöpfung noch mal um eine Minute verbessern, Frank gab noch mal alles und konnte sich selber um 4 Minuten verbessern und obwohl Martin die Schlussrunde eigentlich gar nicht fahren wollte konnte auch er seine Zeit exakt halten.
Die Zeitmessung war zwar zu der Zeit schon relativ sicher aber leider erfuhren wir erst kurz vorm Finish das unsere direkten Konkurenten  eine 10 minütige Zeitgutschrift wegen Hilfestellung auf der Strecke bekamen. Das hies dann bei der Siegerehrung Platz 4 für uns mit 5 Minuten Rückstand auf Platz 3. Die Entäuschung war uns allen im Gesicht abzulesen und ich war Emotional so aufgewühlt das ich wirklich wie ein Schlosshund heulen musste.




Wir sind mit dem Gedanken Erlebnis vor Ergebnis ran gegangen und das wir uns von 17 Mixed Teams so krass rauskristalisierten, hätten wir alle nicht gedacht und sind im nachhinein mega stolz auf unsere Leistung und freuen uns einfach darüber ein so tolles Event wieder mit den besten Freunden erlebt haben zu dürfen.




Ein großer Dank geht an Günther Lahme, ohne sein Bike hätte Marko mit dem Rennrad oder gar nicht teilnehmen können. 


Wir wollen uns ganz dolle noch mal bei Kathrin, Tanja, Marie und  Mira  bedanken für die tolle Betreuung. Und auch bei Michael, Claudia, Dirk das ihr den Platz für uns frei gehalten habt.





Frank und Moni das ihr einfach Klasse seid, danke für die tollen Fotos und noch mal Herzlichen Glückwunsch für euren 1. Platz.
Jana und Markus auch an euch klasse Leistung, das nächste mal müsst ihr Frank mehr Kuchen geben.



Lieber Muschi ich hoffe deinen Wunden geht es gut und der neue Helm wird doch bestimmt endlich ein Pinker sein oder? Ein Fahrerlager ohne dich ist möglich aber Sinnlos.



Olli und Tobias in Duisburg werden wir das Ding dann zusammen rocken und nur Sachen essen und trinken dir wir kennen ;-P



Claudia und Kerstin Herzlichen Glückwunsch für euren super gut erkämpften 1.Platz




Axel und Sebastian für spontane Soloeinsätze ziehe ich mein Helm vor euch . Ich bin beeindurckt was ihr für Leistung Ihr erbracht habt.





An die MTB Rockern: Schade das wir dies Jahr nicht neben euch stehen konnten, es zwar ziemlich leise bei uns im Fahrerlager.



Liebes NOB Orgateam, Streckenposten, Zuschauer und Lieber Sven vielen Dank für das wirklich tolle Event und dem ganzen drumherum. Wir kommen wieder aber würden uns für das nächste mal eine Zeitmessung wünschen wo man von Anfangan sieht was Stand der Dinge ist und auch Nachmeldungen berücksichtig, Mixed Teams klar gefiltert und Zeitgutschriften direkt eingetragen werden.