Mittwoch, 2. Dezember 2015

Es war nicht nur ein Urlaub

Nach vielen tollen Events und aufregenden Touren mussten wir eine kleine Auszeit nehmen und haben Urlaub in Italien gebucht. Das die Mountainsbikes mitkommen war natürlich Vorraussetzung. Ein paar Tage vor Urlaubsantritt meinte ich zu Marko "och wenn die Rennräder auch noch in Caddy passen wäre das doch auch toll".
Marko hat es drauf bzw alles drin :-P

Hier noch mal ein großes Danke an meine Mama und Achim das wir den Caddy ausleihen durften. Mal gucken wann es so weit ist das wir uns selber ein kaufen.

Freitag den 13.11.2015 brachen wir dann mitten in der Nacht auf in Richtung Finale Ligure. Die Dunkelheit spuckte uns irgendwann Samstagfrüh aus. Da befaden wir uns schon mitten in einem wunderschönen Panorama.

Nach dem wir Österreich und die Schweiz hinter uns gelassen hatten. Fuhren wir in Italien erstmal zwei Stunden durch dicken Nebel. Wir hatten schon leicht Bange zwecks der Wetterlage, aber je näher wir der Küste kamen desto klarer wurde es. Die Mittagssonne strahlte uns mit blauen Meer und weisen Sanstrand entgegen.

Enrico hieß uns herzlich Willkommen und schenkte uns erstmal ein Korb mit Manderinnen, Apfelsinnen, Orangen, Grapfruit und eine Fruchtmix aus Grapefruit und Mandarinnen "Mappa". Das Beste alles direkt von vor der Haustür.
So ein toller und intensiver Geschmack werden wir vermissen.


Nach dem wir das Auto ausgeräumt hatten, zogen wir fix die Bikeklamotten an um eine kleine Umgebungstour zu fahren, die Grundversorgung einzukaufen und den Strand zu genießen.


Ausschlafen bis der Wecker um 07:30 Uhr klingelte und die Sonne über dem Meer aufging. Schnell Frühstücken um mit den Mountainbikes die ersten Höhenmeter sammeln. Man muss dazu sagen das unser Apartment direkt im Hang war und wir erstmal steil Bergrunter oder steil Bergrauf (jeweils über 30%) mussten um überhaupt irgendwo hin zu kommen. Der Blick aufs Meer entschädigte alle 7 Tage diese kleine Qual.

Dank des MTB Forums bzw. Yoyo Marienfeld haben wir uns das Buch von ihm gekauft
Mountainbiken in Finale Ligure: 20 ausgewählte Touren und GPS-Daten mit Freeride-Specials und sind daraus die Monte Mao Tour gefahren, geschoben und am Ende leicht umgeänderte Route. 


 Breite und schmale Wege waren sowohl
 Bergauf als auch Bergab unsere Begleiter.
Die Sonne lachte für uns mit angenehmen 18° bis 20°
Schiebe und Tragepassagen müssen bei unseren Touren einfach dabei sein, sonst kommt doch einfach keine Freude auf.

Der Ausblick wenn man sich den Berg egal wie hoch manofriert hat war jedesmal wieder atenberaubend.

Dies ist ein Weg nach unten. Ja man kann ihn irgendwie mit dem Mountaibike fahren.
Ein Abenteuer durch und durch

Traumhaft

Montag der 16.11.2015 war ein besonderer Tag, den Marko hatte Geburtstag und um so ein tollen Tag zu starten gibt es doch nichts schöneres als bei Sonnenaufgang auf der Terasse mit leckeren Chiabattabrötchen und Croissant, die uns Enrico Morgens an die Tür gehangen hat, zu Früstücken.

Vollgefuttert ging es wieder rauf auf die Bikes. Heute fuhren wir ein Teil der Strecke vom 24h Rennen in Finale Ligure. Trails, Trails und Trails erwarten ein, die man in 24h immer wieder fahren darf. Bestimmt nichts für jederman aber für 2017 ne Überlegung.






Fals wem beim Rennen die Aussicht irgendwann langweilt, kann in dem "Bikepark ähnlichen Abfahrt" noch mal ordentlich krachen lassen. Die Trails sind hier bestens gepflegt.


Nach einem kleinen Snack (ne ordentliche Portion Pasta) ging es dann noch mal den Berg rauf. Diesmal entschieden wir uns für die Caprazoppa Tour.

Ein interessanter Weg Bergauf. Teilweise fahren, schieben und riechend. Wenn man sich gerade ärgert das man schiebt und dann ne Nase von den Wildkräutern um einen herrum wahrnimmt ist das wirklich sehr angenehm.
Oben angekommen wurden wir wieder mit tollen Trails belohnt.
Ziemlich geschafft und hungrig genossen wir Markos Geburtstag im Restaurant, wie eigentlich jeden Abend. Jedes Restaurant war für sich besonders und alle total Lecker. Die Freundlichkeit der Italiener möchten wir wirklich sehr betonen. Wir haben uns, auch wenn es manchmal ein paar Sprachbarrieren gab, total wohl gefühlt.

Ein Tag Mountainbikepause gestalteten wir mit Shopping und Geocachen. Der Tag war leicht Bewölkt und die Sonne hat sich nur ab und an blicken lassen. Da war es gar nicht so schlimm nicht auf dem Fahrrad zu sitzen.
 Such den Cache








Das Abenteuer auf eine andere Weise suchen....

und dabei mal wieder einen tolle Aussicht geniesen!


Heute wollten wir die Rennräder mal in Italien ausführen und die Sonne lachte uns mit ihrer vollen Pracht entgegen.

Die ersten 20km gingen durch den Stadtverkehr. Das war Teilweise aufregender wie manche Trails  in Deutschland. Marko gefiel die Fahrweise der Italiner sehr, immer schön mitschwimmen. Ein tolles Erlebniss war auch andere Rennradfahrer zu überholen. Alle paar Kilometer kamen immer wieder einzelne Fahrer oder ganze Gruppen entgegen. Immer grinsens und "Ciao" rufend, da ging mir mein Bikerherz immer wieder auf.
Sie lange Zeit am Meer entlang zufahren war so schön , das wir vor lauter Freude Tränen in den Augen hatten. Bikerherz was willst du "Meer" ;)

Wenn die Sonne dich den Bergrauf trägt musst du halt die ganze Zeit grinsen.






Eine leckere Pasta zum Mittag und rauf ging es noch mit dem Mountainbike um einen kleinen Trail zu fahren. Ein Tag ohne Trail ist ein vergeudeter Tag in Finale Ligure auch wenn man stürzt und irgendwie danach weiche Beine hat war es ein gelungener Tag.



Der nächste Tag beginn diesmal mit einem Frühstück Auswärts. Die Italiener haben von Essen auf jedenfall richtig Ahnung.

So das Garmin programmiert, die Angst in Rucksack gepackt und auf ging es den Römerweg zu erklimmen.


Wenn die eine Seite etwas zwickt dann zerschramm dir doch die andere Seite dann merkst du es nicht mehr so. Ist doch scheiße wenn die Angst mit fährt.

Aufgegeben wird nicht. Nudeln gekocht und noch mal rauf auf den Berg. Es war ein bisschen Spät deswegen haben wir es nicht bis nach ganz oben geschafft aber den halben Rollercoaster haben wir dann doch probiert.

Schiebend, fahrend, rutschend und das alles mit weichen Beinen hat mich so sehr gefrustet das ich den Abend dann den italinischen Wein probieren musste, ich kann ihn nur empfehlen.

Karterfrei mit Ellbogenprotektoren shuttelten wir uns heute am letzten Bikertag selber den Berg hinauf. Der Julietta Trail sollte nun erprobt werden.
Ich hab meinen ganzen Mut zusammengefasst und konnte für mich die letzte Abfahrt in Italien noch mal richtig geniesen und Spaß dabei haben.





Eine kleine Pause im Bikerstop um noch einmal dem Berg zu unserem Apartment hoch zu pedalieren.

Ich wollte den Tag positiv beenden und beschloss für mich es gut sein zu lassen und Marko zum Abschluss hoch zur Natobase zu fahren, damit er noch einmal eine richtig lange Abfahrt geniesen kann.







Es musste ja einmal passieren!



So ging ein Traumurlaub für uns Beide zu Ende. Wir waren bzw. sind traurig wieder nach Hause fahren zu müssen aber für uns steht fest das wir wieder kommen werden. Das nächste mal nehmen wir auch wieder beide Räder wieder mit, nur wir werden uns den Luxus gönnen öfter Shutteln zu lassen und somit auch einen Guide zu genießen.

Wir vermissen die Weitsicht jetzt schon und die Freundlichkeit der Italiener.

Kontaktdaten von Enrico für das Apartment könnt ihr gerne von uns haben. Wir können es euch wirklich nur empfehlen.


Kommentare:

  1. Großartig! Ich war auch schon zweimal dort und habe es ähnlich erlebt. Danke für den Buchtip und den Bericht.

    David

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    1. Ja David bitte schön. Wir werden wieder hinfahren

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