Montag, 7. September 2015

Enduro oder Enduro nicht?

Nach dem zweiten Enduro One (ein Bericht fehlt leider immer noch) hatten wir uns eigentlich gesagt das wir zwar Enduro (was ist das eigentlich??? hierzu mach ich mal einen Artikel) sehr gerne fahren aber nicht in einem Rennen. Da wären Gründe wie den Berg hoch fahren und dann geschwitzt an der Stage anstehen und warten das man dann eiskalt den Berg runter knallen muss, durch selbstgemachten Druck Fahrfehler begeht die man sonst eigentlich nicht machen würde oder am Ende doch nur mit schiefen Lenker und leicht geknickten Ego nach Hause zu fahren weil man auf den letzten Plätzen rum keucht. Es ist halt nicht mit dem Happiness Gefühl wie beim Marathon nach 40km oder 70km durch die Ziellinie zu fahren und einfach Stolz darauf zu sein gefinished zu haben, auch wenn es auch auf den hinteren Plätzen ist.

Okay aber ein Versuch geben wir dem ganzen Thema dann doch noch. Das Rennen ist in Eisnenach, in der Nähe von Markos Familie und so konnten wir MTB und Familie mal wieder toll miteinander kombinieren.

Angenehm war es das wir "ausschlafen" konnten. Um 9 Uhr starteten wir zum Eventgelände Parkplatz Marienthal. 9:30 Uhr Starternummern,-Transponderausgabe und Fahrerbesprechung. Gemeinsam mit 120 Fahrern ging es dann zur Stage 1. Oben angekommen mussten wir erstmal alle unsere Ketten von den Bikes demontieren. Der Veranstalter hatte die Idee das ein Endurorennen noch interessanter wird wenn man eine Strecke ohne Kette fährt.

Kette ab...

Zu unserer Überraschung war es ein wirklich interessantes Erlebnis. Die Strecke hatte gutes Gefälle sodass ein treten nicht nötig war. Hier kam es auf Fahrtechnik und vorrausschauendes fahren an.

Direkt nach der Zielzeitmessung fuhr man in eine Kuhle und wenn man so wie ich eine falsche Haltung eingenommen hatte, kommt ein das Vorderrad entgegen und wenn dann noch den Blick auf dem Baum gerichtet hat der links oben auf der Kuppe steht, hört man auch schon den Helm knirschen aber schnell die Arme um den Baum geschlungen damit man nicht Rückwärts in die Kuhle fällt und alles ist eigentlich gut überstanden.
Meine Laune war ja mal wieder Rennentsprechend, so Nervös das ich kein Wort mehr gesprochen habe und der starre Blick nach vorn und nach der Aktion kamen jetzt noch weiche Beine dazu.

Marko und ich fuhren/schoben wieder rauf um aus der Trainingszeit das Beste raus zu holen. Bis zur Kuhle war alles super aber ich blieb davor stehen und hasste mich selber davor zu Feige zu sein durch zu fahren.
Das machte die Laune nicht besser aber nun hies es Augen zu und durch.

Die Orgaleute hatten gut zu tun den sie wollten gerne das wir nach Nummern starten. Ich hatte Nummer 26 und Marko 107. Ich reite mich ein und fragte noch ob wir an Stage 2 auch nach Nummern starten sollen, die Antwort war in dieser ganzen Situation irgendwie unbefriedigend. Marko machte Fotos da konnte ich ihm schnell zu Rufen das ich nicht auf ihn warten kann. Die Stage lief gut und unten an der Kuhle angekommen nahm ich meinen Mut zusammen und fuhr ohne Probleme durch. Ich sag euch eins Adrenalin plus ein gutes Erlebnis zauberte mir wieder ein Lächeln ins Gesicht und sprechen konnte ich dann auch wieder..


Durchatmen und feststellen das alle ihre Kette wieder an ihre Räder montieren lies mein Grinsen leicht verblassen aber einmal Hand gehoben und laut gerufen "kann mir mal bitte jemand helfen meinte Kette zu montieren" schon war dies Problem auch gelöst. Mein dummer Gesichtsausdruck als ich Markos Kette neben meiner Kette in der Tüte liegen sah war nur halb so gut wie sein Gesichtsausdruck oben an der Stage als sie ihn ausgerufen haben das seine Mutti unten auf ihn wartet weil sie seine Kette hat. So war das Thema mit der Starten nach Nummerreinfolge auch erledigt und ich konnte den Tag mit Marko verbringen.

Stage 2, 3 und 4 waren technisch schön anspruchsvoll, Trettpassagen raubten einen gut Energie aber insgesamt hat es wirklich viel Spaß gemacht. Die Umgebung Rund um die Wartburg ist wirklich traumhaft schön, so waren die Verbindungsstrecken zwar lang aber die Umgebung machte es wett.


Stage 5 war die letzte und gefühlt auch noch mal ein tucken Steiler und anspruchsvoller als die anderen. Recht weit oben passierte das wo für ich eigentlich jedesmal Bete das es nicht passiert. Sturz und Platten. Mir ist nichts passiert aber über die Hälfte der Strecke sein Bike schieben oder wie ich zu tragen macht einfach kein Spaß.


Schnell noch nen Schlauch in Reifen und ab gehts zum Auto. Wir hatten mal wieder super Glück mit dem Wetter. Es fing erst an zu Regnen als wir die Räder ins Auto packten.
Marko der Schlauchbendiger...

Mit einem echt großen Hunger und kein Geld in der Tasche mussten wir leider noch drauf warten unsere Transponder abzugeben. Transponder gegen Perso oder 50 Euro hies es nämlich am Morgen. Es gab zwar Bratwurst, Pommes und so am Parkplatz zu kaufen aber das war unsere erste Veranstaltung wo es keine Verpflegung gab und nach dem endlich jemand von Orgateam mit den Persos kam und auch dann erst die Zeiten ausgelesen wurden haben Marko und ich uns gesagt ab zur Familie zum Kuchen und Roulade essen.

Mir wurde zwar hinterher gesagt das ich für den vierten Platz bei der Siegerehrung ausgerufen wurden bin aber bei nur vier Frauen war mir das warten mit extremen Hunger nicht wert.
Wirklich schade war mein Sturz mit Platten den wenn man ein Blick in die Zeitentabelle wirft hab ich mich bis dahin sehr gut geschlagen.
Hätte, Hätte Fahrradkette.... So haben wir ein ganz tollen Abend mit Markos Familie verbracht und meine doch leicht Schmerzende Schulter gestreichelt und ein Plan für 2016 geschmiedet.

Mehr Touren die sehr Traillastig sind und nur ausgewählte Rennen die das gewisse Extra oder den Pfiff haben wollen wir für nächstes Jahr ins Auge fassen. Es gibt einfach zu viele Rennen die in unseren Augen zu viel Kosten. Wartburg Enduro ist aber noch Ausbaufähig den Kosten/Nutzen Faktor stimmten hier schon, okay ein Verpflegungsposten wäre echt geil aber ähnliche Events kosten meist das doppelte bis dreifache.


Freitag, 4. September 2015

Hör ich da ein "Mutti?"

Wenn ein Veranster mit dem Slogen Hör ich da ein "Mutti"? wirbt dann überlege ich nicht lange und melden uns beim Endurothon in Schierke an.
Die Strecken wurden mit Heavy 69km/2400hm, Medium 39km/1050hm, Short 24km/600hm und Heavy Short 23km/800hm beschrieben. Ich entschied mich für die Heavy Strecke und Marie meldete ich zur Medium Strecke an.

Am Freitagabend haben wir das Auto schon gepackt um Samstag um 6 Uhr Richtung Harz zu starten. Marie war mal wieder Nervös so war es eher eine ruhige Anreise, aber so konnte ich unterwegs meine Taktik überlegen. ;)

In Schierke angekommen mussten wir erstmal einen Parkplatz suchen, was sich ein bisschen schwierig in so einer kleinen Ortschaft ergibt. Marie fuhr auf einen Schotterparkplatz, sie wollte gerade einparken als das Fahrzeug vor uns sich bemerkbar machte als ob es sein Parkplatz wäre. Marie nervös wie sie war drückte den Rückwärtsgang rein und fuhr ohne zu gucken los. Ich wollte noch was sagen da Hupte und knirschte es auch schon. Naja kurz die Hände übern Kopf zusammen geschlagen Marie in Arm genommen und zur Toilette geschickt und ich hab alles weitere geklärt.

In Schierke waren wir als Team mit 11 Mitgliedern verteilt auf alle Altersklassen vertreten. So holte uns Bene netterweise schnell unsere Startertüten und wir konnten die Räder zusammen bauen.

Maries Laune wurde langsam wieder besser als sie mit ihrem Kopf aus der Tüte kam und meinte:
"boooah da sind voll viele Sachen drin und unter unsern Nummern stehen sogar unsere Namen"
Nachdem alles montiert und startklar war, war mir auch klar das es heute mal nix mit warmfahren wird.
Kurz die Straße rauf und runter geradelt um sich in die Startaufstellung leider weiter hinten einzureihen.

Direkt am Start geht dann auch erstmal nix. Nach einigen Metern bin ich warm und kann aufschließen. Hier treffe ich dann Kathrin die ähnliche Schwierigkeiten am Start hatte.
Irgendwann geht's erstaunlich früh in den Trail und ich frage mich ernsthaft:
"Muss das sein? Deshalb also Mutti!!!"
Ein ewig langes Steinfeld. Ich komme ziemlich schlecht durch da viele Fahrer einfach stehen bleiben und laufen. Flow ist was anderes.

Im Gegenanstieg geht erstmal nur bergauf schieben. Dann wieder eine geile Abfahrt, steil und griffiger Waldboden. Das macht Laune. Irgendwann spuckt uns der Trail wieder aus und es geht wieder hinauf. Ich kann Timo erkennen und versuche ihn einzuholen. Zu Zweit ist bergauf fahren eben schöner. Wieder ein geiler Trail und Timo fährt ne schöne Linie. So macht es echt Spaß.

Doch dann kommt das Assi Stück. Man fährt auf den Berg zu und dann sieht man da diese Wand. Boah ich dachte Tabarz ist steil, Beskidy lässt grüßen.
Dafür gibt es wieder ein richtig geile Abfahrt.

Nach 1.36 hab ich die erste Runde geschafft und denke mir.
"Jetzt kannst mal bissl Gas geben sonst wird das ein langer Tag"
Es läuft ich komme gut durch den Steintrail, endlich soetwas wie Spaß. Nächste Abfahrt und hier muss es natürlich passieren. Einmal unachtsam und schon ist die Luft entwichen. Also anhalten Schlauch rein und weiter.
In der letzten Abfahrt das gleich Schauspiel.
Meine Laune sinkt kurzfristig gegen Null. Aber ich treffe unterwegs immer wieder nette Mitstreiter und so erfährt man wenigstens das man nicht alleine leidet.

Die Durchfahrt im Stadtpark ist echt ein Highlight. Schön wenn Teamkollegen und Gäste die Fahrer motivieren.
So versuche ich die letzte Runde irgendwie mit Anstand zu beenden. Nach 4 Stunden 58 Minuten überquere ich dann glücklich die Ziellinie.
Ein tolles Rennen, nur die Ansage bei der letzten Verpflegung mein Rennen abzubrechen fand ich ziemlich daneben. Da sollte die Organisation etwas mehr Spielraum auch für langsamere Fahrer und Fahrer mit Defekten lassen.

Maries Sicht des Rennens:
Meine Nervosität vor Rennen geht mir selber ziemlich auf den Keks und mit dem kleinen Autobums in den Beinen war mir ziemlich übel. Evelyn stellte fest das sie wohl die einzige Frau auf der Short Strecke ist. Ich hatte noch 10 Minuten Zeit und ich war wirklich am überlegen ob ich mich noch schnell ummelde, aber hier hörte Endurothon kein "Mutti" von mir und wir starteten um 10 Uhr auf die Strecke. Nach den ersten Anstiegen ging es in einen Steintrail gefolgt von einem Wurzeltrail. Von dort aus gings über unangenehme Steinplatten bergauf Richtung nächsten Wurzeltrail. 
fiese Löcher in den Steinplatten... das hat Konzentration und Kraft gekostet

Die Abfahrten waren einfach nur göttlich und ich habe mich das erste mal in einem Rennen auf mehrere Runden gefreut. Ich hatte nämlich die Hoffnung das dann keiner mehr vor mir ist und ich die Abfahrten so richtig schön genießen kann. So war es dann auch in der zweiten und dritten Runde. 
Trails genießen und das beim Rennen... TOLL
Die Strecke durch den Park in Schierke war nur das i Tüpfelchen der ganzen Strecke. Wer ein Rennen mit Trails, einer wunderschönen Umgebung, ordentlichen Anstiegen, tollen Leuten und einfach nur ganz viel Spaß haben möchte, der ist in Schierke beim Endurothon genau richtig.
Das in der ersten Runde Streckenposten gefehlt haben, möchte Ronny Honnecker ein Veranstaltungsmitglied Herzlichst Entschuldigen. Er meinte zu uns das durch Bauarbeiten an der Strecke die Wege permanent verändert wurden. Am Morgen der Veranstaltung wurde die Strecke zwar noch abgefahren aber durch Stress und Hektik ist die Information das die eine Stelle eher unübersichtlich ist wo es lang gehen soll leider untergegangen. Durch wohl öfteren Verfahrens anderer Teilnehmer wurde dieses Problem aber während des Rennes schnell behoben sodass in der zweiten Runde dann auch an der Sogenannten Stelle Streckenposten standen um den richtigen Weg zu weisen.

Endurothon ist aber nicht nur ein Marathon, nein es bietet noch vieles mehr. Am Abend gibt es noch die Klappnight wo man ziemlich verrückte Leute mit Klapprädern durch den Park gegen die Zeit fahren bzw bergauf rennen sieht. Wir haben selten so gelacht wie an diesem Abend.



Es ging am Sonntag sogar weiter. Der Veranstalter lud zur gemeinschaftlichen geführten Brokentour ein um ein zweites Frühstück zu geniesen.

Das Wetter war ein Traum und Axel der Moderator vom Vortag war heute unser Guide und führte uns Trails durch den Harz Richtung Brocken. Die Gruppe war so motiviert und voller Lust jeden Trail mit zu nehemen das wir leider ne Stunde zu spät zum kostenlosen Frühstück kamen und so mussten wir dann mit Bratwurst, Pommes und einem gut gekühlten alkoholfreien Weizen vorlieb nehmen.

Gestärkt ging es dann noch mal über idylische Wege wieder zurück nach Schierke.
Doof gelaufen aber Marko sucht sich für seine Platten immer schöne Stellen aus. So kann man dem Mann beim Pumpen neben einem tollen Bauchlauf beobachten und sich einfach nur über ein tolles Wochenende freuen.
alle guten Dinge sind drei :-P



Endurothon Schierke klick hier
Zum Wildbach war unsere Unterkunft wo wir mit einem liebevollen und reichhaltigen Früstück in den Tag gestartet sind klick hier

Donnerstag, 27. August 2015

vier Beine und sechs Räder

Ein Wochenende ohne Bike ist bei uns momentan nicht mehr vorstellbar. Da unsere "Familie" ein Mitglied noch in der alten Heimat zurück gelassen hatten, war es an der Zeit dies endlich "nach Hause" zu holen.

Das hieß für uns das wir die Motorradhelme unterm Arm klemmten und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Oberg fuhren um die gut beschützte Kawasaki ER 5 bei meinem Onkel abzuholen.

200Km steif auf zwei Rädern zu verbringen ist schön aber irgendwie genauso anstrengend wie Fahrrad fahren. Aber nun ist die Familie wirklich vollständig, nein das stimmt nicht kommt gerade von der Seite als ich diese Zeilen schreibe den wir erwarten ja Nachwuchs.

Der Samstag ist rum und das Rennen in Zierenberg wartet auf uns. Das Auto mit Gaint und Radon beladen. Eine Tasche mit Schuhen und Helmen ist für uns zur Zeit so wenig dass wir vor dem Auto stehen und uns fragen ob wir wirklich alles haben. Wenn man nur eine Stunde Anreise hat braucht man auch nicht so viel.
Also auf gehts um mit den anderen Eulen Evelyn, Bene, Olaf, Martin und Dirk einen schönen sonnigen Rennsonntag zu verbringen.
Dirk verbrachte ihn auf der langen Distanz (101 km), Olaf, Martin und Marko auf der Mitteldistanz (53 km) und Bene, Evelyn und Ich auf der kurze Runde (37 km).

Ihr lest ja immer wieder das ich sehr nervös vor MTB-Rennen bin, ich glaube ich habe eine Lösung gefunden. Marko meldet uns einfach irgendwo an und ich frage erst bei der Nummernausgabe wie viel KM ich eigentlich fahre. Ich war zwar aufgeregt aber nicht mehr so apathisch wie sonst.
Meine Startaufstellung war natürlich wieder bei Evelyn um noch ein bisschen zu quatschen und sich abzulenken und bis zum ersten Anstieg versuchen an ihr dran zu bleiben. Jor das hat diesmal gar nicht geklappt da der Anstieg diesmal direkt nach dem ersten Kilometer kam. Trotz noch minimalen Muskelskater vom BBP (für die Männer Bauch-Beine-Po) am Dienstag waren die ersten Höhenmeter schnell weg getreten. Die Motivationssprüche auf der Straße waren wirklich toll und aufbauend. "Es wartet ein kühles Weizen und Bratwurst auf dich im Ziel" oder "Beis dich durch" und so was wie "wir wollen euch schwitzen sehen" waren sehr amüsant.

Oben angekommen ging es lange bergab und jeder weitere Anstieg der nicht mehr wirklich hoch war wurde durch eine gefühlte noch längere Abfahrt wieder entschädigt. Die Trails waren super gut zu fahren und haben wirklich Spaß gemacht.
Nach ca 18km gab es eine langes Asphaltstück, beide Hände vorn an den Lenker und rein in die Pedale und siehe da ist das etwa eine Frau? Ja das war eine und ich fand Motivation sie zu überholen und mich nicht wieder von ihr überholen zu lassen.

Im Wald blitze dann noch ein lila Trikot auf was ich leider von meinem ersten Kettenklemmer bei KM 9 her kannte. Mit der netten Dame hatte ich dann noch etwas zu kämpfen, bergab hab ich sie öfter überholt und bergauf hat sie mich wieder eingeholt. In einer Abfahrt meinte ich noch zu ihr das sie mich beim nächsten Anstieg wieder hat aber so war es nicht bzw. erst wo ich mir zum zweiten mal meine Kette eingeklemmt hatte. Beide Male wurde mir von anderen Rennteilnehmern geholfen wo ich wirklich sehr sehr dankbar für bin. Mit Dankbarkeit im Kopf und der Motivation das lila Trikot wieder einzuholen beförderte mich direkt an ihr vorbei. Ich meinte noch schnell "da hast mich ja doch nochmal erwischt" worauf sie wirklich sehr freundlich sagte "so wollte ich dich wirklich nicht überholen, ich hoffe es ist alles okay bei dir?" Bei so viel Freundlichkeit auf der Strecke kann man doch nochmal Energie gewinnen das beim letzten Asphaltanstieg mit sehr starken Gegenwind alles zu geben um als 5te in der AK und als 5te bei insgesamt von 18!!! Frauen ins Ziel zu fahren.
Die 15 Minuten Abstand zu Evelyn, wie in Neumorschen, nehme ich gerne als Trainingsmotivation an.

Das Training scheint aber nicht nur bei mir zu wirken den Bene und Evelyn holten sich jeweils den 1. Platz in Ihren Altersklassen.
Olaf wird dank Zielsprint 2. in seiner Altersklasse, Martin fährt stark auf den 12. Platz in seiner Klasse und Marko belegte den 26. Platz in seiner Klasse.
Dirk fuhr nach 5:34:20 als 9. seiner Klasse ins Ziel.

Für alle geht ein sehr erfolgreicher Tag nach Siegerehrung, kühlem Alkoholfreiem Weizen, Kuchen und Probefahrt mit einem Fatbike zu Ende.

Neeeee den es ist 15Uhr und wir sind schon zu Hause.
Es hat nur Vorteile zu einem Rennen zu fahren was in der Nähe ist. So haben wir kurzerhand unsere Badesachen geschnappt und sind noch zum Singlisersee gefahren um unsere beanspruchten Beine im kühlen Nass regenerieren zu lassen und die übrige Zeit in der Sonne zu genießen.


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Sonntag, 16. August 2015

Urwaldsteig... Eine Begnegnung der dritten Art

Es ist mal wieder Wochenende und an einem sonnigen Samstag bleiben wir natürlich nicht zu Hause und außerdem muss der neue Laufradsatz (danke Stefan) getestet werden.

Nach dem Frühstück, wo wir beide uns schon gegenseitig geneckt haben, ist mir Gott sei dank beim Rewe noch eingefallen das wir unsere Radschuhe vergessen haben. Sind wir dann irgendwann weit nach unserem Zeitziel zum Edersee gefahren. Man kann auch sagen es knisterte zwischen Marko und mir.

Rauf aufs Rad und auf ging es in die erste Schiebepassage, leicht demotiviert schob ich den Berg rauf und mein Gesicht verriet Marko wohl das ich kein Spaß habe. Die erste Abfahrt zauberte mir wieder ein lächeln ins Gesicht und wir plauderten über dies und das. Gemeinsam genossen wir die Sonne, die angenehme Temperatur im Wald und kamen zur nächsten Schiebepassage. Ich habe selber nicht gewusst das solche Passagen mir jede Freude am Radsport in kürzester Zeit rauben können aber irgendwann ist ja jeder Anstieg vorbei und so lange hat Marko wirklich alles versucht mich zu motivieren.
Er behielt sogar die gute Laune obwohl er morgens im Auto sagte "Ich werde heute bestimmt einen Platten haben, wenn schon alles so komisch läuft".
Platten auf Ansage quasi


Oben angelangt ging es auch wieder in traumhaften Trails bergab. Die Freude und die schöne Aussicht machte alles wet was irgendwie negativ war.


Zurzeit ist sehr wenig Wasser im Edersee, dadurch kann man die versunkene Stadt sehen und sogar über die Brücke die sonst vollständig von Wasser bedeckt ist betreten. Der Edersee hat diesen Niedrigstand weil das Wasser dort für die Bundeswasserstraße Oberweser und Mittellandkanal abgelassen hat, somit ist auf diesen Wasserwegen der Schiffverkehr gewährleistet.


Nach einem Stop im Imbiss, wo wir einem Pärchen mit Crossern das Zündstoff empfehlen, ging unsere Tour weiter.

Yammi nach so viel Stress...
Durch die Unwetter in der letzten Zeit waren viele Bäume umgestürzt und machten somit den Urwaldsteig optisch noch urriger und wir mussten ab und an unsere Räder über Baumstämme tragen (also über mehr als sonst üblich).

Zurzeit liest man immer wieder von Konflikten zwischen Mountainbiker und Wanderern, wir können das nicht bestätigen. Da wir selbst alle Waldbesucher freundlich begrüßen, die Geschwindigkeit reduzieren und manchmal sogar anhalten um alle Wanderer passieren lassen. Eine schöne Situation hatten wir am Hochspeicherbecken. Hier kamen wir aus einen Steilstück, leicht geschafft, und wurden von einer 30 Mann starken Wandertruppe angefeuert und ernteten Applaus für das erklimmen des Berges.

Die nächste Pause haben wir beim Campingplatz gemacht wo Marko´s Tochter zurzeit ihre Ferien geniest.
Leicht erschöpft starteten wir in die letzte Etappe. Es ging gleich wieder steil weiter. Wahnsinn, kurz erholen und schon wieder so ein steiles Stück. Es war so steil das ich absteigen musste.Wütend schrie ich mein Fahrrad an, Marko drehte sich nur um und fragte was den los sei bei mir sei? Darauf fuhr ich Ihn mitten im Wald an warum er mich anschreit? Er antwortet mit Nachdruck:
"Gut, wir essen jetzt ein Brot und beruhigen wir uns wieder."
Das war die beste Idee in so einer Situation. Da standen wir aßen unser Brot entschuldigten uns gegenseitig und nahmen die letzten Kilometer in Angriff.

Die letzte Abfahrt bei untergehender Sonne hat unsere Bikerherzen dann noch mal so richtig genießen lassen und somit beendeten wir ein sehr aufregenden Tag mit richtig leckeren Hamburgern im Zündstoff. Und hier trafen wir die beiden Crossbiker auch wieder. Sie sind unserer Empfehlung nach gegangen und waren sehr zufrieden.

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Ihr seid herzlich Eingeladen die Tour mit uns zu fahren
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Familienausflug

Was bedeutet Familie? Für Jeden trifft da bestimmt eine andere Definition zu. Meistens handelt es sich aber um die eigenen Kinder, die Eltern, dem Partner, sehr gute Freunde, Onkel und Tanten, Oma und Opa usw...

Wenn wir unser Auto packen das ist das für uns auch immer ein Familienausflug, da wir unsere Bikes ja fast so behandeln wie geliebte Kinder.

ist schon ein bisschen älter das Bild
So machten wir uns auf den Weg zum Geburtstag und zur Silberhochzeit von Heike und Micha .
Im Auto waren die großen RADON ZR RACE, GIANT TRANCE X29 und die CANYON AL Zwillinge samt Gepäck sehr gut verstaut.
wenn die Familieverreist wird es dann doch eng im Suzuki

Samstag 18.Juli

Bevor wir uns am Samstag dann dem großen Fest hingeben wollten, war uns einfach nach einem gemütlichem Ausflug. So kam es das Marko eine tolle Strecke Richtung Goslar fand.
Über idyllische Nebenstraßen radelten wir nun durch das flache Peiner Umland und quatschen über Gott und die Welt. Die Zeit verging wie im Flug und auf einmal saßen wir schon in der Goslarer Innenstadt beim "schwarze Schaf" Hier bot man uns köstliche Speisen und Getränke zu sehr vernünftigen Preisen. Am Service und am Essen gibt es hier nix zu meckern, ein sehr schönes Lokal!

Während der Pause entschieden wir dann unsere Runde noch etwas zu erweitern. Da Marko noch nicht so oft im Harz geradelt ist und wir ja aus den Bike Bravo´s wissen. Hier ist es schön, hier muss man biken! Die Canyon Zwillinge liefen heute hervorragend auch das Wetter zeigte sich von seiner charmanten Seite also Tour verlängern. Wenn die Kinder brav sind dürfen sie auch länger raus!

Auf dem Weg zum Hahnenklee kamen uns sehr viele Rennradler entgegen sodass wir kaum aus dem Grüßen heraus kamen. Den heute fand auch der legendäre RTF "die Adlerrunde" statt an dem auch Moni und Frank teilgenommen haben. Leider haben wir Sie nicht getroffen.

Nachdem wir nun den Hahnenklee erklummen hatten fuhren wir Talwärts Richtung Innerste Talspeere und von dort aus über sehr Alternative Routen, ja mit dem Rennrad kann man auch Feldwege fahren, wieder ins flache Peiner Land zurück. Zwischendurch fragte Marko mich:
"Hey Schatz wie war deine letzte 120km Runde so?"
"Ich war vollkommen im ARSCH!"
"Gut den wir haben nun schon 130 km gefahren*grins*"
WOW dachte ich und wir sind noch so Fit! Einteilung ist eben alles.
So radelten wir gemütlich nach Gadenstedt um dann den Abend mit dem Rest der Familie zu verbringen. Hier trafen wir natürlich auch auf ein paar Eulen und somit verließ das Thema "biken" nicht wirklich unsere Gedanken und Gespräche.


Sonntag 19. Juli

Zur Familie kann man ja auch die Vereinsmitglieder zählen. So freuten wir uns auf eine gemeinsamen Country-Tourenfahrt „Rund um den Annaturm“. 
Wir packten die beiden großen Kids ins Auto und verspürten leichten Regen. 
Auf dem Weg nach Hannover wurde der Regen zum Erguss und es hörte einfach nicht auf. Vor Ort angekommen gab es erstmal Kaffee trotz des miserablen Wetters meldeten Didi, Kevin, Frank und Moni sich an. Ich meinte zu Marko bei dem Wetter möchte ich eigentlich nicht fahren aber er soll das entscheiden. Wie das mit dem Gruppenzwang so ist meldete Marko uns dann total überzeugt doch noch an. Schnell und eigentlich schon halb durchnässt bauten alle ihre Fahrräder zusammen, nur wir saßen im Auto und diskutierten Lautstark ob oder ob nicht. Mit großen Geheule (meiner Seits) haben wir den anderen mitgeteilt das wir nicht fahren. Dank gilt hier dem Veranstalter der uns das Startgeld dann auch direkt erstattet und das haben wir beim Frühstück erstmal schön verprasst. 

Ein Tag der so startet ist eigentlich nur fürn Arsch und da es immer noch regnete haben wir beschlossen die Zwillinge bei "Oma" Tine zu lassen und auf dem Heimweg in Seesen in die Sehusa Wasserwelt zu gehen um wenigsten noch ein bisschen Badespaß zu genießen. 




bei so einem Wetter wollen wir einfach nicht Biken

 

Freitag 24. Juli

Um die Familie @home wieder zu vervollständigen mussten wir die Zwillinge abholen. Da meine Mutti ihren Abschied dieses Wochenende, so wohl auf der Arbeit als auch mit Freunden und Familie feierte, war es die beste Gelegenheit wieder in die alte Heimat zu fahren.
Wir sind Donnerstag Nacht schon angereist um eine empfohlene Runde von Frank Eggert zu fahren. Nach einem wie immer leckeren Frühstück ging es erstmal Richtung Peine und von dort aus Richtung Gifhorn. Die Sonne war uns mal wieder die beste Freundin und blieb uns Treu an der Seite. So fuhren wir wirklich durch schöne süße Dörfer und hatten einen herrlichem Ausblick. Auch wenn der eine Weg über Schotter ging (mit Rennrädern doch sehr gewöhnungsbedürftig) versteckten sich in diesem Waldstück sehr sehenswerte Häuser und Grundstücke.

Leicht hungrig verneinte ich den Pennybäcker und bestand mal wieder drauf in einem süßen Café einzukehren. Marko war sich ja sicher das er mit 5 Euro überall Kaffee und Kuchen bekommen würden.
Das bestellen in dem Café an der Bundesstraße stellte sich schon leicht kompliziert da (es kam halt einfach niemand) nachdem uns dann zwei klitze kleine Kaffeetassen und der Tiefkühlkuchen serviert bekamen fragte Marko was den der Spaß kosten würde. Dieser Blick von ihm nachdem Sie selbstsicher sagte 9,60 Euro war einfach unbezahlbar.
Sein verdutzter Kommentar "was ist den daran sooo teuer?" war nur der halbe Berg denn ihr Blick auf "wir haben nur 6Euro, könnten wir mit Karte zahlen? " und  ihre Reaktion uns den einen Kuchen dann zu schenken war dann die Krone auf dem erklommen Berg. Wir waren sehr dankbar aber der Kaffee und Kuchen waren eigentlich nicht mal diese 6 Euro wert.
Geschmacksknospen aus und einfach nur schnell schlucken. Er war sehr sauer der Kaffee

Unsere Tour ging Richtung Uetze weiter. Die Gegend ist wirklich gefährlich, Marko musste mich vor einem Bronchosaurus retten bevor wir nach 107km wieder zu Hause angekommen sind.

Rette mich

Niemand tut meinem Baby was an
Unseren Abendprogramm beendeten wir mit einem sehr schönen Abschiedsgottesdienst und vielen Umarmungen und Unterhaltungen.


Verpflegungsstand in der Kirche... lecker wars


Samstag 25. Juli 

Bevor wir meiner Mutti bei der Vorbereitung für den Familien-/Freundeabschied halfen, schnappten wir noch schnell die Räder und fuhren Richtung Eixe.  


Kurvenlage muss einfach geübt sein


Richtung Vendeburg über Woltorf, Schmedenstedt, Münstedt und über Oberg wieder zurück.
Die Sonne stets an unserer Seite aber mit einem neuer Freund oder Feind Namens Wind mit Windböhen bis zu ca 25km/h war  diesmal auch mit von der Partie. Knackige 60km um anschließend mit vielen tollen Leuten einen schönen Abend zu verbringen hat sich auch wieder gelohnt.


Sonntag 26. Juli 

Zu Hause angekommen, lag ein Zettel in Briefkasten mit der Info das ein Paket abgegeben wurden ist. Voller Vorfreude holte Marko das Paket, es waren die neue Anbauteile für mein Gaint. Dank Bene hatten wir das Wochenende schon Glück eine neues Bremssystem (AVID 9 CR, ich liebe Sie) mitzunehmen. Nicht lange gefackelt, das Gaint an den Montageständer festgesteckt und alles montiert.



Leider fehlten uns ein zwei Komponenten also nur mit der Hälfte an neuen Teilen rauf aufs Rad uns rein in den Trail. So sind wir eine gemütliche Runde zum Kellerwaldturm hoch gefahren und einen für Marko nach drei Jahren unbekannten Weg wieder nach Hause. 



Ich musste nur feststellen dass das neu Schaltwerk leider den ersten Ausflug nicht überlebt hat. 


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