Mittwoch, 2. Dezember 2015

Es war nicht nur ein Urlaub

Nach vielen tollen Events und aufregenden Touren mussten wir eine kleine Auszeit nehmen und haben Urlaub in Italien gebucht. Das die Mountainsbikes mitkommen war natürlich Vorraussetzung. Ein paar Tage vor Urlaubsantritt meinte ich zu Marko "och wenn die Rennräder auch noch in Caddy passen wäre das doch auch toll".
Marko hat es drauf bzw alles drin :-P

Hier noch mal ein großes Danke an meine Mama und Achim das wir den Caddy ausleihen durften. Mal gucken wann es so weit ist das wir uns selber ein kaufen.

Freitag den 13.11.2015 brachen wir dann mitten in der Nacht auf in Richtung Finale Ligure. Die Dunkelheit spuckte uns irgendwann Samstagfrüh aus. Da befaden wir uns schon mitten in einem wunderschönen Panorama.

Nach dem wir Österreich und die Schweiz hinter uns gelassen hatten. Fuhren wir in Italien erstmal zwei Stunden durch dicken Nebel. Wir hatten schon leicht Bange zwecks der Wetterlage, aber je näher wir der Küste kamen desto klarer wurde es. Die Mittagssonne strahlte uns mit blauen Meer und weisen Sanstrand entgegen.

Enrico hieß uns herzlich Willkommen und schenkte uns erstmal ein Korb mit Manderinnen, Apfelsinnen, Orangen, Grapfruit und eine Fruchtmix aus Grapefruit und Mandarinnen "Mappa". Das Beste alles direkt von vor der Haustür.
So ein toller und intensiver Geschmack werden wir vermissen.


Nach dem wir das Auto ausgeräumt hatten, zogen wir fix die Bikeklamotten an um eine kleine Umgebungstour zu fahren, die Grundversorgung einzukaufen und den Strand zu genießen.


Ausschlafen bis der Wecker um 07:30 Uhr klingelte und die Sonne über dem Meer aufging. Schnell Frühstücken um mit den Mountainbikes die ersten Höhenmeter sammeln. Man muss dazu sagen das unser Apartment direkt im Hang war und wir erstmal steil Bergrunter oder steil Bergrauf (jeweils über 30%) mussten um überhaupt irgendwo hin zu kommen. Der Blick aufs Meer entschädigte alle 7 Tage diese kleine Qual.

Dank des MTB Forums bzw. Yoyo Marienfeld haben wir uns das Buch von ihm gekauft
Mountainbiken in Finale Ligure: 20 ausgewählte Touren und GPS-Daten mit Freeride-Specials und sind daraus die Monte Mao Tour gefahren, geschoben und am Ende leicht umgeänderte Route. 


 Breite und schmale Wege waren sowohl
 Bergauf als auch Bergab unsere Begleiter.
Die Sonne lachte für uns mit angenehmen 18° bis 20°
Schiebe und Tragepassagen müssen bei unseren Touren einfach dabei sein, sonst kommt doch einfach keine Freude auf.

Der Ausblick wenn man sich den Berg egal wie hoch manofriert hat war jedesmal wieder atenberaubend.

Dies ist ein Weg nach unten. Ja man kann ihn irgendwie mit dem Mountaibike fahren.
Ein Abenteuer durch und durch

Traumhaft

Montag der 16.11.2015 war ein besonderer Tag, den Marko hatte Geburtstag und um so ein tollen Tag zu starten gibt es doch nichts schöneres als bei Sonnenaufgang auf der Terasse mit leckeren Chiabattabrötchen und Croissant, die uns Enrico Morgens an die Tür gehangen hat, zu Früstücken.

Vollgefuttert ging es wieder rauf auf die Bikes. Heute fuhren wir ein Teil der Strecke vom 24h Rennen in Finale Ligure. Trails, Trails und Trails erwarten ein, die man in 24h immer wieder fahren darf. Bestimmt nichts für jederman aber für 2017 ne Überlegung.






Fals wem beim Rennen die Aussicht irgendwann langweilt, kann in dem "Bikepark ähnlichen Abfahrt" noch mal ordentlich krachen lassen. Die Trails sind hier bestens gepflegt.


Nach einem kleinen Snack (ne ordentliche Portion Pasta) ging es dann noch mal den Berg rauf. Diesmal entschieden wir uns für die Caprazoppa Tour.

Ein interessanter Weg Bergauf. Teilweise fahren, schieben und riechend. Wenn man sich gerade ärgert das man schiebt und dann ne Nase von den Wildkräutern um einen herrum wahrnimmt ist das wirklich sehr angenehm.
Oben angekommen wurden wir wieder mit tollen Trails belohnt.
Ziemlich geschafft und hungrig genossen wir Markos Geburtstag im Restaurant, wie eigentlich jeden Abend. Jedes Restaurant war für sich besonders und alle total Lecker. Die Freundlichkeit der Italiener möchten wir wirklich sehr betonen. Wir haben uns, auch wenn es manchmal ein paar Sprachbarrieren gab, total wohl gefühlt.

Ein Tag Mountainbikepause gestalteten wir mit Shopping und Geocachen. Der Tag war leicht Bewölkt und die Sonne hat sich nur ab und an blicken lassen. Da war es gar nicht so schlimm nicht auf dem Fahrrad zu sitzen.
 Such den Cache








Das Abenteuer auf eine andere Weise suchen....

und dabei mal wieder einen tolle Aussicht geniesen!


Heute wollten wir die Rennräder mal in Italien ausführen und die Sonne lachte uns mit ihrer vollen Pracht entgegen.

Die ersten 20km gingen durch den Stadtverkehr. Das war Teilweise aufregender wie manche Trails  in Deutschland. Marko gefiel die Fahrweise der Italiner sehr, immer schön mitschwimmen. Ein tolles Erlebniss war auch andere Rennradfahrer zu überholen. Alle paar Kilometer kamen immer wieder einzelne Fahrer oder ganze Gruppen entgegen. Immer grinsens und "Ciao" rufend, da ging mir mein Bikerherz immer wieder auf.
Sie lange Zeit am Meer entlang zufahren war so schön , das wir vor lauter Freude Tränen in den Augen hatten. Bikerherz was willst du "Meer" ;)

Wenn die Sonne dich den Bergrauf trägt musst du halt die ganze Zeit grinsen.






Eine leckere Pasta zum Mittag und rauf ging es noch mit dem Mountainbike um einen kleinen Trail zu fahren. Ein Tag ohne Trail ist ein vergeudeter Tag in Finale Ligure auch wenn man stürzt und irgendwie danach weiche Beine hat war es ein gelungener Tag.



Der nächste Tag beginn diesmal mit einem Frühstück Auswärts. Die Italiener haben von Essen auf jedenfall richtig Ahnung.

So das Garmin programmiert, die Angst in Rucksack gepackt und auf ging es den Römerweg zu erklimmen.


Wenn die eine Seite etwas zwickt dann zerschramm dir doch die andere Seite dann merkst du es nicht mehr so. Ist doch scheiße wenn die Angst mit fährt.

Aufgegeben wird nicht. Nudeln gekocht und noch mal rauf auf den Berg. Es war ein bisschen Spät deswegen haben wir es nicht bis nach ganz oben geschafft aber den halben Rollercoaster haben wir dann doch probiert.

Schiebend, fahrend, rutschend und das alles mit weichen Beinen hat mich so sehr gefrustet das ich den Abend dann den italinischen Wein probieren musste, ich kann ihn nur empfehlen.

Karterfrei mit Ellbogenprotektoren shuttelten wir uns heute am letzten Bikertag selber den Berg hinauf. Der Julietta Trail sollte nun erprobt werden.
Ich hab meinen ganzen Mut zusammengefasst und konnte für mich die letzte Abfahrt in Italien noch mal richtig geniesen und Spaß dabei haben.





Eine kleine Pause im Bikerstop um noch einmal dem Berg zu unserem Apartment hoch zu pedalieren.

Ich wollte den Tag positiv beenden und beschloss für mich es gut sein zu lassen und Marko zum Abschluss hoch zur Natobase zu fahren, damit er noch einmal eine richtig lange Abfahrt geniesen kann.







Es musste ja einmal passieren!



So ging ein Traumurlaub für uns Beide zu Ende. Wir waren bzw. sind traurig wieder nach Hause fahren zu müssen aber für uns steht fest das wir wieder kommen werden. Das nächste mal nehmen wir auch wieder beide Räder wieder mit, nur wir werden uns den Luxus gönnen öfter Shutteln zu lassen und somit auch einen Guide zu genießen.

Wir vermissen die Weitsicht jetzt schon und die Freundlichkeit der Italiener.

Kontaktdaten von Enrico für das Apartment könnt ihr gerne von uns haben. Wir können es euch wirklich nur empfehlen.


Dienstag, 24. November 2015

Fischteichölle = Bikersheaven ????

Es sind nun schon eine Weile her aber es brauchte so seine Zeit um das Erlebte zu verarbeiten.
Für unser erstes Teamevent überhaupt wollte ich schon ziemlich Fit sein und so habe ich mich dementsprechend intensiv darauf vorbereitet.
Dann war es auch noch ein besonderer Zeitraum da ich vor einem Jahr Marie in Pod Smerkem kennenlernen durfte. Also quasi Jahrestag ;)

Neben dem Wettkampf hatten wir auch andere Tätigkeiten. So meldete ich mich für den Strecken Auf - und Abbau und Marie spielte Mädchen für alles.
Im Vorfeld hat das Orgateam die Einsatzzeiten gut geplant/verplant sodass jeder wusste was zu tun ist. Wir reisten also am 03.10. an und nach der Begrüßungsarie legten wir dann auch los.
geilste Pokale EVER

Die Nacht durften wir zusammen mit Florian S. bei Phil und Nadine verbringen. Nach Pizza, einigen Getränken und Rennfahrer Geschichten war nur noch wenig Zeit übrig bis zum Start...
Wie üblich an Renntagen klingelt der Wecker dann auch wirklich verdammt früh.
6.15 Uhr Rest der Strecke abflattern. Die Begeisterung bei uns allen hält sich noch ziemlich in Grenzen, aber von Meter zu Meter wird es lustiger. Die Zeit vergeht so schnell das ich fast meinen Start verpasse. Schnell noch ein Brötchen geschnappt und eingereiht.



Ich habe mich für die 50km Variante angemeldet und weil ich der Meinung bin das heute was geht stelle ich mich schön weit vorne an. In meiner Nähe stehen noch Marco und Martin die sich für die lange Variante entschieden haben. Mit allen Beteiligten kommt man wie immer schnell ins Gespräch.
Wir sind eben ziemlich gesellig.

Ilsede TV war auch vor Ort und hatte ziemlich viel Spielzeug mitgebracht. Die Drohnen hielten den Start und die erste Runde ziemlich gut in bewegten Bildern fest. LINK
Ab Start konnte ich unsere schnellen Teamfahrer Martin und Marco noch sehr lange sehen, was mich ziemlich erfreute.
Nachdem Transferstück kam der erste Trail. Flach zirkelten wir durch das Wäldchen. Wenn hier jemand langsamer war hatte man einfach verkackt. Aber das Tempo blieb hoch und so konnte ich mich schön im Windschatten aufhalten. Wir wurden dann wieder auf Asphalt ausgespuckt und jeder der sich nun ausruhen wollte wurde direkt abgezogen. Also immer schön ein schnelles Rad suchen und dran bleiben. 
Nun kam die Sandgrube(Hölle) des Grauens. Ich war froh diesen Abschnitt schon zu kennen und nutze meine Vorteile auch direkt aus. Teilte aber auch meinen Mitstreitern mit wo und wie es am besten gehen sollte (danke Bene). Fairness geht eben vor. Und die Abfahrten in den Sand waren auch immer ein geiles Prozedere.
Den Hang rauf und nun folgten die Trails am Wasser. Jeweils steil runter (oft bis ans oder durch das Wasser) und steil wieder hoch. Hier wurden die wenigen Höhenmeter des 10km Rundkurses gesammelt.

Technik und Fahrkönnen oder auch einfach Big Balls sicherten einem hier eine gute Ausgangslage für das letzte flache Waldstück. Wer dachte man könne sich hier ausruhen der hatte sich auch getäuscht. Der sehr enge und teilweise winklige Kurs wurde durch einige Hindernisse interessant gehalten. Kurve anbremsen Attacke, durch Bäume zirkeln Attacke, wieder Kurve Attacke und plötzlich ist man am Ziel.
Topfahrer Langstrecke

Hier wurde jeder Fahrer und jede Fahrerin von Frank Eggert, Moderator und Eulenikone, persönlich angefeuert. Hier waren natürlich auch die meisten Zuschauer und die hatten im Zielbereich wirklich viel zu sehen. Die Streckenführung am Wasser war wirklich genial. Nach dem Trail der 1000 Blicke endlich Verpflegung und auch hier wurde jeder Fahrer von unsere Mädels Evelyn samt Schwesterherz und Marie angefeuert.

Nach den ersten 2 Runden war mir klar das ich ziemlich gut liege (also für meine Verhältnisse). Ich hatte das Glück immer mal jemanden vor mir zu haben der mein Tempo fährt und so verging die Zeit echt schnell. Bis in Runde 4 kurz vor der Sandgrube ein Fahrer vor mir Geäst aufwirbelt. Der nachfolgende Fahrer konnte noch ausweichen und mich erwischt bei Topspeed voll.
Harter Einschlag, Autschn. Ein Fahrer hinter mir stoppte sofort und half mir wieder auf die Beine, vielen Dank noch einmal an dieser Stelle. Ich konnte aber soweit nix gravierendes feststellen und das Bike schien auch heile zu sein.

Es dauerte ein wenig bis es wieder lief aber es ging zum Glück weiter. Ich fand wieder Anschluß an eine Truppe mit meinem Tempo als plötzlich Florian von hinten ankam.
Völlig aufgelöst schrie er: "verdammt ey ich habe mich verfahren" Nach der Zieldurchfahrt nahm er dann wieder richtig Fahrt auf. Ich dachte mir joo da bleib ich dran aber irgendwie ging es nicht mehr.

Dann dachte ich mir lässt dich einholen und chillst im Windschatten nur fuhren plötzlich alle ziemlich auf Attacke. Als ich im Zielbereich ankam wurde mir auch klar warum. Das war schon die letzte Runde. Der Sturz hatte mich wohl doch etwas verwirrt :)
Ich war mir aber noch nicht so sicher und fuhr deshalb noch bis zur Verpflegung und hier standen dann alle meine Mitstreiter. Also doch schon Ende, irgendwie Schade dachte ich mir. Eine wirklich geile Strecke die keine Zeit zum chillen lässt.

So schnell was futtern und dann Streckenposten ablösen. So verging der Tag wie im Flug.
Das Rennen der Kurzstrecke und die Kinderrennen wurden ebenso wenn nicht sogar mehr gefeiert wie die Mittel und Langdistanz.
Axel war Urplötzlich Co-Moderator und Frank konnte somit seine eigene Strecke mal testen.
Abends fuhren wir dann noch locker über die Strecke um wieder aufzuräumen.
Das Teamwork war wirklich sehr gut!!! Auch wenn man zwischendurch mal ein Tief hatte ;)

Die Liebe zu unserem Sport spürt man bei jedem Teammitglied und das macht unser Team zu einem großartigem Team. Die Mischung aus wirklich sehr guten und auch erfolgreichen Fahrern/innen war, abgesehen von der privaten Entwicklung zwischen mir und Marie, sehr ausschlaggebend um in den Verein einzutreten.
Das Miteinander steht hier wirklich im Vordergrund und das spürt man auf JEDER Veranstaltung. Sei es ein Wettkampf oder eine Tour.

Ich trage das Trikot mit Stolz und voller Freude weil ich weiß was und vorallem wer dahinter steht! Wir ALLE
Ach ja die Fischteichhölle war mein erfolgreichstes Rennen im Jahr 2015 :)
Platz 9 AK /  Platz 22 Gesamt (nur 16 Minuten hinter Platz 1)

Gefreut habe ich mich auch über die zahlreichen Podestplätze der Eulen aber auch für Florian der seine erstes Podium in einem MTB Wettstreit einfuhr.
Florian Platz 3 AK

FISCHTEICHHÖLLE



ILSEDE TV
BILDER 1
BILDER 2


Montag, 7. September 2015

Enduro oder Enduro nicht?

Nach dem zweiten Enduro One (ein Bericht fehlt leider immer noch) hatten wir uns eigentlich gesagt das wir zwar Enduro (was ist das eigentlich??? hierzu mach ich mal einen Artikel) sehr gerne fahren aber nicht in einem Rennen. Da wären Gründe wie den Berg hoch fahren und dann geschwitzt an der Stage anstehen und warten das man dann eiskalt den Berg runter knallen muss, durch selbstgemachten Druck Fahrfehler begeht die man sonst eigentlich nicht machen würde oder am Ende doch nur mit schiefen Lenker und leicht geknickten Ego nach Hause zu fahren weil man auf den letzten Plätzen rum keucht. Es ist halt nicht mit dem Happiness Gefühl wie beim Marathon nach 40km oder 70km durch die Ziellinie zu fahren und einfach Stolz darauf zu sein gefinished zu haben, auch wenn es auch auf den hinteren Plätzen ist.

Okay aber ein Versuch geben wir dem ganzen Thema dann doch noch. Das Rennen ist in Eisnenach, in der Nähe von Markos Familie und so konnten wir MTB und Familie mal wieder toll miteinander kombinieren.

Angenehm war es das wir "ausschlafen" konnten. Um 9 Uhr starteten wir zum Eventgelände Parkplatz Marienthal. 9:30 Uhr Starternummern,-Transponderausgabe und Fahrerbesprechung. Gemeinsam mit 120 Fahrern ging es dann zur Stage 1. Oben angekommen mussten wir erstmal alle unsere Ketten von den Bikes demontieren. Der Veranstalter hatte die Idee das ein Endurorennen noch interessanter wird wenn man eine Strecke ohne Kette fährt.

Kette ab...

Zu unserer Überraschung war es ein wirklich interessantes Erlebnis. Die Strecke hatte gutes Gefälle sodass ein treten nicht nötig war. Hier kam es auf Fahrtechnik und vorrausschauendes fahren an.

Direkt nach der Zielzeitmessung fuhr man in eine Kuhle und wenn man so wie ich eine falsche Haltung eingenommen hatte, kommt ein das Vorderrad entgegen und wenn dann noch den Blick auf dem Baum gerichtet hat der links oben auf der Kuppe steht, hört man auch schon den Helm knirschen aber schnell die Arme um den Baum geschlungen damit man nicht Rückwärts in die Kuhle fällt und alles ist eigentlich gut überstanden.
Meine Laune war ja mal wieder Rennentsprechend, so Nervös das ich kein Wort mehr gesprochen habe und der starre Blick nach vorn und nach der Aktion kamen jetzt noch weiche Beine dazu.

Marko und ich fuhren/schoben wieder rauf um aus der Trainingszeit das Beste raus zu holen. Bis zur Kuhle war alles super aber ich blieb davor stehen und hasste mich selber davor zu Feige zu sein durch zu fahren.
Das machte die Laune nicht besser aber nun hies es Augen zu und durch.

Die Orgaleute hatten gut zu tun den sie wollten gerne das wir nach Nummern starten. Ich hatte Nummer 26 und Marko 107. Ich reite mich ein und fragte noch ob wir an Stage 2 auch nach Nummern starten sollen, die Antwort war in dieser ganzen Situation irgendwie unbefriedigend. Marko machte Fotos da konnte ich ihm schnell zu Rufen das ich nicht auf ihn warten kann. Die Stage lief gut und unten an der Kuhle angekommen nahm ich meinen Mut zusammen und fuhr ohne Probleme durch. Ich sag euch eins Adrenalin plus ein gutes Erlebnis zauberte mir wieder ein Lächeln ins Gesicht und sprechen konnte ich dann auch wieder..


Durchatmen und feststellen das alle ihre Kette wieder an ihre Räder montieren lies mein Grinsen leicht verblassen aber einmal Hand gehoben und laut gerufen "kann mir mal bitte jemand helfen meinte Kette zu montieren" schon war dies Problem auch gelöst. Mein dummer Gesichtsausdruck als ich Markos Kette neben meiner Kette in der Tüte liegen sah war nur halb so gut wie sein Gesichtsausdruck oben an der Stage als sie ihn ausgerufen haben das seine Mutti unten auf ihn wartet weil sie seine Kette hat. So war das Thema mit der Starten nach Nummerreinfolge auch erledigt und ich konnte den Tag mit Marko verbringen.

Stage 2, 3 und 4 waren technisch schön anspruchsvoll, Trettpassagen raubten einen gut Energie aber insgesamt hat es wirklich viel Spaß gemacht. Die Umgebung Rund um die Wartburg ist wirklich traumhaft schön, so waren die Verbindungsstrecken zwar lang aber die Umgebung machte es wett.


Stage 5 war die letzte und gefühlt auch noch mal ein tucken Steiler und anspruchsvoller als die anderen. Recht weit oben passierte das wo für ich eigentlich jedesmal Bete das es nicht passiert. Sturz und Platten. Mir ist nichts passiert aber über die Hälfte der Strecke sein Bike schieben oder wie ich zu tragen macht einfach kein Spaß.


Schnell noch nen Schlauch in Reifen und ab gehts zum Auto. Wir hatten mal wieder super Glück mit dem Wetter. Es fing erst an zu Regnen als wir die Räder ins Auto packten.
Marko der Schlauchbendiger...

Mit einem echt großen Hunger und kein Geld in der Tasche mussten wir leider noch drauf warten unsere Transponder abzugeben. Transponder gegen Perso oder 50 Euro hies es nämlich am Morgen. Es gab zwar Bratwurst, Pommes und so am Parkplatz zu kaufen aber das war unsere erste Veranstaltung wo es keine Verpflegung gab und nach dem endlich jemand von Orgateam mit den Persos kam und auch dann erst die Zeiten ausgelesen wurden haben Marko und ich uns gesagt ab zur Familie zum Kuchen und Roulade essen.

Mir wurde zwar hinterher gesagt das ich für den vierten Platz bei der Siegerehrung ausgerufen wurden bin aber bei nur vier Frauen war mir das warten mit extremen Hunger nicht wert.
Wirklich schade war mein Sturz mit Platten den wenn man ein Blick in die Zeitentabelle wirft hab ich mich bis dahin sehr gut geschlagen.
Hätte, Hätte Fahrradkette.... So haben wir ein ganz tollen Abend mit Markos Familie verbracht und meine doch leicht Schmerzende Schulter gestreichelt und ein Plan für 2016 geschmiedet.

Mehr Touren die sehr Traillastig sind und nur ausgewählte Rennen die das gewisse Extra oder den Pfiff haben wollen wir für nächstes Jahr ins Auge fassen. Es gibt einfach zu viele Rennen die in unseren Augen zu viel Kosten. Wartburg Enduro ist aber noch Ausbaufähig den Kosten/Nutzen Faktor stimmten hier schon, okay ein Verpflegungsposten wäre echt geil aber ähnliche Events kosten meist das doppelte bis dreifache.


Freitag, 4. September 2015

Hör ich da ein "Mutti?"

Wenn ein Veranster mit dem Slogen Hör ich da ein "Mutti"? wirbt dann überlege ich nicht lange und melden uns beim Endurothon in Schierke an.
Die Strecken wurden mit Heavy 69km/2400hm, Medium 39km/1050hm, Short 24km/600hm und Heavy Short 23km/800hm beschrieben. Ich entschied mich für die Heavy Strecke und Marie meldete ich zur Medium Strecke an.

Am Freitagabend haben wir das Auto schon gepackt um Samstag um 6 Uhr Richtung Harz zu starten. Marie war mal wieder Nervös so war es eher eine ruhige Anreise, aber so konnte ich unterwegs meine Taktik überlegen. ;)

In Schierke angekommen mussten wir erstmal einen Parkplatz suchen, was sich ein bisschen schwierig in so einer kleinen Ortschaft ergibt. Marie fuhr auf einen Schotterparkplatz, sie wollte gerade einparken als das Fahrzeug vor uns sich bemerkbar machte als ob es sein Parkplatz wäre. Marie nervös wie sie war drückte den Rückwärtsgang rein und fuhr ohne zu gucken los. Ich wollte noch was sagen da Hupte und knirschte es auch schon. Naja kurz die Hände übern Kopf zusammen geschlagen Marie in Arm genommen und zur Toilette geschickt und ich hab alles weitere geklärt.

In Schierke waren wir als Team mit 11 Mitgliedern verteilt auf alle Altersklassen vertreten. So holte uns Bene netterweise schnell unsere Startertüten und wir konnten die Räder zusammen bauen.

Maries Laune wurde langsam wieder besser als sie mit ihrem Kopf aus der Tüte kam und meinte:
"boooah da sind voll viele Sachen drin und unter unsern Nummern stehen sogar unsere Namen"
Nachdem alles montiert und startklar war, war mir auch klar das es heute mal nix mit warmfahren wird.
Kurz die Straße rauf und runter geradelt um sich in die Startaufstellung leider weiter hinten einzureihen.

Direkt am Start geht dann auch erstmal nix. Nach einigen Metern bin ich warm und kann aufschließen. Hier treffe ich dann Kathrin die ähnliche Schwierigkeiten am Start hatte.
Irgendwann geht's erstaunlich früh in den Trail und ich frage mich ernsthaft:
"Muss das sein? Deshalb also Mutti!!!"
Ein ewig langes Steinfeld. Ich komme ziemlich schlecht durch da viele Fahrer einfach stehen bleiben und laufen. Flow ist was anderes.

Im Gegenanstieg geht erstmal nur bergauf schieben. Dann wieder eine geile Abfahrt, steil und griffiger Waldboden. Das macht Laune. Irgendwann spuckt uns der Trail wieder aus und es geht wieder hinauf. Ich kann Timo erkennen und versuche ihn einzuholen. Zu Zweit ist bergauf fahren eben schöner. Wieder ein geiler Trail und Timo fährt ne schöne Linie. So macht es echt Spaß.

Doch dann kommt das Assi Stück. Man fährt auf den Berg zu und dann sieht man da diese Wand. Boah ich dachte Tabarz ist steil, Beskidy lässt grüßen.
Dafür gibt es wieder ein richtig geile Abfahrt.

Nach 1.36 hab ich die erste Runde geschafft und denke mir.
"Jetzt kannst mal bissl Gas geben sonst wird das ein langer Tag"
Es läuft ich komme gut durch den Steintrail, endlich soetwas wie Spaß. Nächste Abfahrt und hier muss es natürlich passieren. Einmal unachtsam und schon ist die Luft entwichen. Also anhalten Schlauch rein und weiter.
In der letzten Abfahrt das gleich Schauspiel.
Meine Laune sinkt kurzfristig gegen Null. Aber ich treffe unterwegs immer wieder nette Mitstreiter und so erfährt man wenigstens das man nicht alleine leidet.

Die Durchfahrt im Stadtpark ist echt ein Highlight. Schön wenn Teamkollegen und Gäste die Fahrer motivieren.
So versuche ich die letzte Runde irgendwie mit Anstand zu beenden. Nach 4 Stunden 58 Minuten überquere ich dann glücklich die Ziellinie.
Ein tolles Rennen, nur die Ansage bei der letzten Verpflegung mein Rennen abzubrechen fand ich ziemlich daneben. Da sollte die Organisation etwas mehr Spielraum auch für langsamere Fahrer und Fahrer mit Defekten lassen.

Maries Sicht des Rennens:
Meine Nervosität vor Rennen geht mir selber ziemlich auf den Keks und mit dem kleinen Autobums in den Beinen war mir ziemlich übel. Evelyn stellte fest das sie wohl die einzige Frau auf der Short Strecke ist. Ich hatte noch 10 Minuten Zeit und ich war wirklich am überlegen ob ich mich noch schnell ummelde, aber hier hörte Endurothon kein "Mutti" von mir und wir starteten um 10 Uhr auf die Strecke. Nach den ersten Anstiegen ging es in einen Steintrail gefolgt von einem Wurzeltrail. Von dort aus gings über unangenehme Steinplatten bergauf Richtung nächsten Wurzeltrail. 
fiese Löcher in den Steinplatten... das hat Konzentration und Kraft gekostet

Die Abfahrten waren einfach nur göttlich und ich habe mich das erste mal in einem Rennen auf mehrere Runden gefreut. Ich hatte nämlich die Hoffnung das dann keiner mehr vor mir ist und ich die Abfahrten so richtig schön genießen kann. So war es dann auch in der zweiten und dritten Runde. 
Trails genießen und das beim Rennen... TOLL
Die Strecke durch den Park in Schierke war nur das i Tüpfelchen der ganzen Strecke. Wer ein Rennen mit Trails, einer wunderschönen Umgebung, ordentlichen Anstiegen, tollen Leuten und einfach nur ganz viel Spaß haben möchte, der ist in Schierke beim Endurothon genau richtig.
Das in der ersten Runde Streckenposten gefehlt haben, möchte Ronny Honnecker ein Veranstaltungsmitglied Herzlichst Entschuldigen. Er meinte zu uns das durch Bauarbeiten an der Strecke die Wege permanent verändert wurden. Am Morgen der Veranstaltung wurde die Strecke zwar noch abgefahren aber durch Stress und Hektik ist die Information das die eine Stelle eher unübersichtlich ist wo es lang gehen soll leider untergegangen. Durch wohl öfteren Verfahrens anderer Teilnehmer wurde dieses Problem aber während des Rennes schnell behoben sodass in der zweiten Runde dann auch an der Sogenannten Stelle Streckenposten standen um den richtigen Weg zu weisen.

Endurothon ist aber nicht nur ein Marathon, nein es bietet noch vieles mehr. Am Abend gibt es noch die Klappnight wo man ziemlich verrückte Leute mit Klapprädern durch den Park gegen die Zeit fahren bzw bergauf rennen sieht. Wir haben selten so gelacht wie an diesem Abend.



Es ging am Sonntag sogar weiter. Der Veranstalter lud zur gemeinschaftlichen geführten Brokentour ein um ein zweites Frühstück zu geniesen.

Das Wetter war ein Traum und Axel der Moderator vom Vortag war heute unser Guide und führte uns Trails durch den Harz Richtung Brocken. Die Gruppe war so motiviert und voller Lust jeden Trail mit zu nehemen das wir leider ne Stunde zu spät zum kostenlosen Frühstück kamen und so mussten wir dann mit Bratwurst, Pommes und einem gut gekühlten alkoholfreien Weizen vorlieb nehmen.

Gestärkt ging es dann noch mal über idylische Wege wieder zurück nach Schierke.
Doof gelaufen aber Marko sucht sich für seine Platten immer schöne Stellen aus. So kann man dem Mann beim Pumpen neben einem tollen Bauchlauf beobachten und sich einfach nur über ein tolles Wochenende freuen.
alle guten Dinge sind drei :-P



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